Ausgaben zurückgegangen

Eine positive Bilanz zur ersten Spielzeit des TheaterInKempten unter der künstlerischen Leitung von Nikola Stadelmann zog kürzlich Geschäftsführer Thomas Siedersberger bei der Jahresabschlusssitzung des Aufsichtsrates der Theater Kempten gGmbH. Die Auslastung des Theaters sei gleich geblieben, die Erlöse aus dem Kartenverkauf gar etwas gestiegen, gleichzeitig die Ausgaben jedoch deutlich zurückgegangen.

„Man kann hochwertiges Theater machen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen“, so das Resümee von Geschäftsführer Thomas Siedersberger zu Stadelmanns erster Saison. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies folgendes: Insgesamt konnte Stadelmann 160 000 Euro in der Spielzeit an Ausgaben gegenüber der Vorsaison unter Peter Baumgardt einsparen. Dafür musste die Anzahl der Aufführungen jedoch keineswegs reduziert werden – im Gegenteil. Zählt man die vielen kleinen „Extra-Angebote“ von LesArt über „TIK persönlich” bis zu den zahlreichen Einführungen und Publikumsgespräche dazu, sind es sogar deutlich mehr geworden. Auch die Besucherzahlen konnten gehalten werden. Dies zeige, so Siedersberger, dass die Stückauswahl von Nikola Stadelmann keineswegs – wie manch einer im Vorfeld geunkt hatte – zu einem Rückgang des Publikuminteresses geführt habe. Auch musste, hob er hervor, anders als in der Spielzeit 2009/10 unter Baumgardt keine Eigenproduktion wegen fehlenden Geldes abgesagt werden. Zwar seien die Werbeeinnahmen und die Spenden erwartungsgemäß etwas zurückgegangen, jedoch bliebe unterm Strich immer noch ein Plus von immerhin 120 000 Euro gegenüber der Vorsaison. Zufrieden und erstaunt Dementsprechend zufrieden zeigten sich auch die Mitglieder des Aufsichtsrates der Theater Kempten gGmbH mit der Arbeit der neuen Künstlerischen Direktorin Nikola Stadelmann. „Natürlich bin ich sehr zufrieden mit dieser ersten Spielzeit und selbst fast ein bisschen erstaunt, dass meine sehr realistisch angegangene Planung eine solche Punktlandung war“, kommentierte Stadelmann selbst das Ergebnis. Ein bisschen Glück gehöre aber schon auch dazu – und gute Kooperationspartner. „Partner, mit denen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist, für die das TIK nicht nur ein Gastspielort unter vielen ist, sind unheimlich wichtig“, betont Stadelmann.

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