Außergewöhnliches Erlebnis

Ein sehr außergewöhnlicher literarisch-musikalischer Soirée fand jetzt kürzlich im Bürgerzentrum Betzigau im Rahmen der Veranstaltungen des Kulturprogramms 2010 statt. Die ungewöhnliche Biografie Chopins, rund um seine Liebe zu berühmten Frauen war das Thema einer künstlerisch gelungenen Synthese.

Bei kaum einem anderen Komponisten der Musikgeschichte ist so oft von der Seele und dem Gefühl die Rede wie bei Frédéric Chopin.  Die Dramaturgie dieses ungewöhnlichen und innovativen Projekts  hat die Kemptener Konzertpianistin Nataliya Tkachenko kreiert.  Auf der Bühne erschloss sich die Zauberwelt der Romantik. Ein literarischer roter Faden führte durch das Gefühlsleben eines bekannten Genies.   Erlöschen der Liebe Mit  den poetischen Etüden in f-Moll und  Es-Dur  begann Maria Sofianska am Klavier. Die Poesie der Musik entfaltete sich weiter mit der Etüde  in Es-Dur, bekannt unter dem Namen „In mir klingt ein Lied“, gespielt von Nataliya Tkachenko.  Die meeresgrüne Bühne verwandelte sich in himmelblau, bei dem berühmten Trauermarsch erlosch die Farbe.  Durch die Worte erfuhr der Zuhörer,  es geht hier nicht um den Tod eines Menschen, sondern um das Erlöschen einer Liebe.  Mit der Epoche George Sand erklangen das kapriziöse Impromptu in As-Dur, von Sofianska  brillant vorgetragen,  so wie die große und dramatische Sonate in b-Moll. Dieses Werk verkörpert mit seiner Komplexität und Tiefe das gesamte Leben des Komponisten. Die Ausdruckskraft der  Interpretation von Nataliya Tkatchenko begeisterte  das Publikum, und ein heiteres Ende bescherten die beiden Pianistinnen mit dem einzig erhaltenen Werk von Chopin zu vier Händen, die Variationen in D-Dur. 

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