Bald Touren mit dem Segway

Mit dem Segway durch die Stadt: Das soll es dem Geschäftsführer des Kempten Tourismus und Veranstaltungsservice, Heinz Buhmann, zufolge spätestens ab 2012 geben. Foto: Archiv

Bis 2020 soll Kempten das städtetouristische Ziel im deutschen Alpenraum überhaupt sein und Geschichte in besonderer Qualität erlebbar machen. Das ist die Vision, die bei der Erarbeitung des Tourismuskonzepts für Kempten im ersten Halbjahr dieses Jahres entstanden ist (der KREISBOTE berichtete). Einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand der Umsetzung des Konzepts gab Heinz Buhmann, Geschäftsführer von Kempten Tourismus- und Veranstaltungsservice (KTV), am Montag vergangener Woche im Werkausschuss.

Vier Bereiche gibt es, an denen im Zuge des Tourismuskonzepts angesetzt wird, so Buhmann: Inszenierung der Geschichte der Stadt, Weiterent- wicklung des Beherbergungsangebots, intensive Zusammenarbeit und Vernetzung aller Akteure und gemeinsame Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel. Im Zuge der Inszenierung der Stadtgeschichte sei mit der Eröffnung der Erasmuskapelle und der Audioguide-Führungen, die sehr gut ankämen, bereits einiges gesche- hen, meinte der KTV-Geschäftsführer. „Ab Mai 2011 soll der St.-Mang-Platz in das neue touristische Programm integriert werden.“ Die Teilnehmer sollen dann Teil der Inszenierung werden. Außerdem soll das Iller-Wasserkraftwerk mit in Führungen eingebaut werden. Dazu habe es bereits Absprachen mit dem AÜW gegeben. Auch weitere Angebote sind angedacht. 2011 oder spätestens 2012 sollen in der Stadt Segway-Touren angeboten werden, schilderte Buhmann. Auf einem guten Weg Bei der Weiterentwicklung des Beherbergungsangebots sei man auf einem „sehr guten Weg“. Bestehende Hotels haben oder werden umbauen, investieren oder renovieren. „Das ist eine tolle Entwicklung“, meinte Buhmann und erwähnte in diesem Zusammenhang auch das Hotel Goldene Steig, das vor kurzem eröffnet (der KREISBOTE berichtete) hat und mit 30 Betten am Start sei. Das Jugend- und Familiengästehaus (JUFA) werde im September mit 180 Betten eröffnen und eine neue Zielgruppe ansprechen. Ferner sei der Ausbau der Wohnmobilstellplätze am Illerdamm von den bestehenden acht auf dann 20 bis 25 angedacht. „Das Beherbergungsangebot wird sich in Kempten 2011 quantitativ und qualitativ deutlich erhöhen“, frohlockte Buhmann. Zusammengearbeitet werde im Bereich Tourismus mit der Deutschen Zentrale für Tourismus, der Bayern Tourismus- und Marketing GmbH, der Allgäu (Marketing) GmbH auf Kempten-Ebene und auf Betriebsebene. Hauptpunkte der Kooperation mit der Allgäu GmbH sind Buhmann zufolge der Gesundheits-, Winter-, Wander- und Radtourismus, sowie der Städte- und Kulturtourismus. Für Kempten ist laut dem KTV-Geschäftsführer eine touristische Arbeitsgruppe gebildet worden, die sich vor allem auf die drei Zielgruppen Tagestourist, übernachtender Individualtourist und Gruppentourismus fokussiere. Vertreten sind in der Arbeitsgruppe Vertreter der Stadthotels, Kempten Region Tourismus, Hotel- und Gaststättenverband, City Management, bigBOX, Kultur, und KTV. Ende Juli 2011 wird Kempten auf dem RDA-Workshop, einer internationalen Bustouristik-Messe, einen Stand aufbauen und das Gruppenreisenangebot präsentieren. Internet im Fokus Alles in allem, fasste Buhmann zusammen, habe Kempten eine städtetouristische Situation erreicht, um die es viele beneiden. Grünen-Fraktionschef Thomas Hartmann bezeichnete das touristische Angebot als sehr beeindruckend, wenn man es kenne. Wichtig ist ihm, dass die Qualität der Darstellung auch im Internet entsprechend rübergebracht werde. Buhmann pflichtete ihm bei, dass das ein ganz wichtiger Bereich sei. Es sei von herausragender Bedeutung, dass auch online das Angebot gut präsentiert werde. „Darauf wird der Fokus in den nächsten Jahren liegen.“ Andreas Kibler (CSU) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch über Präsenz auf Facebook oder weiteren social communities nachgedacht werden sollte. Das sei bereits im Haupt- und Finanzausschuss angesprochen worden, so OB Dr. Ulrich Netzer. Die Stadt will künftig ihre Präsenz im Internet ausbauen.

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