Nie die Basis verloren

Er ist eine der Bescheidenen, einer der „halt malt“ und so einen Beitrag zum kulturellen Geschehen in der Stadt liefert, der prägend und ausdrucksstark seit Jahrzehnten nicht zu übersehen ist. Kurt Kimmich, 1932 geboren und seit 1960 in Isny lebend, hat mit seiner Frau an der Seite so manche Ausstellung beschickt und des öfteren mit seinen Arbeiten mehr erreicht, als mancher andere mit vielen Worten.

Noch bis zum 18. Juli stellt er unter dem Titel „Farbenklänge“ in der Städtischen Galerie im Turm (Espantor) eine ganze Reihe seiner Werke aus. Wer den „alten Kimmich“ sucht, den mit den Lithografien und drucktechnisch ausgereiften Kunstblättern, der wird allerdings feststellen müssen, dass der Künstler diese Phase inzwischen längst hinter sich gelassen hat. Kimmich als „Urgestein“ der Kunstszene zu bezeichnen, hat bei der Vernissage Laudator Paul Rupf-Bolz durchaus richtig erfasst. Dass der Maler auch ein großer Liebhaber von Musik ist kann man auch an seinen ausgestellten Bildern ablesen. Hier werden Farben und Klänge tatsächlich miteinander in Bezug gebracht und in Struktur und Farbgebung erfolgte eine meisterliche Umsetzung. Der Künstler spielt mit Thema und Variation, mit den unendlichen Möglichkeiten, durch den Ablauf von abgestimmten Formen und Farbnuancen Lebendigkeit und Harmonie zu gewinnen. Heute malt Kurt Kimmich in Öl, Pastell, Aquarell, ritzt Strukturen in die Farbflächen und ist vor allem auch ein hervorragender „Handwerker“ geblieben. Doch, er versteht sein Handwerk, setzt die Farben gekonnt ein und vermittelt immer wieder den Eindruck besonderer Perfektion indem der einfach sauber „schafft“. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Kimmich wurde 1932 in Ulm geboren. Dort erlernte er den Beruf des Lithographen und nahm Unterricht bei Ulmer Malern. Seit 1960 lebt und arbeitet er in Isny. Der Besuch der Ausstellung im Espantor-Turm ist Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr möglich.

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Kempten – Die Johannesgemeinde aus dem Kemptener Westen hatte vergangene Woche zur Veranstaltung „Bedingungen für eine erfolgreiche Migration nach …
Immigration: "Deutschland ist nicht attraktiv"

Kemptener Kulturprogramm für 2017

Kempten– Das leuchtende Mittelalter, Freimaurerei, Picassos „Guernica“, eine ganze Aktionswoche in Kooperation mit dem Logistiker Dachser SE sowie …
Kemptener Kulturprogramm für 2017

Kommentare