Begehrtes Mobil

Eine Erfolgsgeschichte ist offenbar das Spielmobil: Mit Besuchen von durchschnittlich 30 bis 60 Kindern täglich – insgesamt 5500 Kinder im vergangenen Jahr – sowie Aktionen und Schulprojekte für Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, die „regelmäßig überbucht sind“, konnten Leiter Robert Wagner und die hauptamtliche Erzieherin Brigitte Sanktjohanser vergangene Woche dem Jugendhilfeausschuss eine Erfolgsbilanz vorlegen.

Seit 1979 ist das Spielmobil in Trägerschaft der Stadt Kempten als Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den verschiedenen Stadtteilen unterwegs. Von März bis November schafft es seither eine Plattform, in der sich junge Menschen verschiedenster Nationalität, sozialer Schicht, Kinder mit Behinderung, aber auch Jugendliche und Erwachsene begegnen. Mit Besuchen von durchschnittlich 30 bis 60 Kindern täglich – insgesamt 5500 Kinder im vergangenen Jahr – sowie Aktionen und Schulprojekte für Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, die „regelmäßig überbucht sind“, konnten Spielmobilleiter Robert Wagner und Erzieherin Brigitte Sanktjohanser jetzt eine Erfolgsbilanz vorlegen. Viele Schulprojekte „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit sind die Schulprojekte geworden“, erklärte Sanktjohanser. Als Beispiel nannte er das „Schwarzes Theater“, bei dem Grundschüler verschiedene Theaterstücke entwickeln, Requisiten bauen und die Stücke am Ende der Woche präsentieren. Eines von mehreren Schulprojekten wie auch „Abenteuer Lernen – Lernen durch Abenteuer“, das unter anderem zur Stärkung der Klassengemeinschaft und um Miteinander, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme zu fördern, dient. Weitere Angebot an „sehr beliebten“ Weihnachts-, Oster- und Herbstaktionen, Spielplatzgestaltung oder Ferienspielplätzen in den Pfingst- und Sommerferien waren unter anderem: Luftballonstart, Besuch der Feuerwehr, Rallyes um den Schwabelsbergerweiher, Spielturniere und Batiken am Spielplatz Thingers mit bis zu 100 Kindern täglich. Spielpädagogik, Konfliktintervention, Kinderkonferenzen und vieles mehr sollen „anregen, anleiten, fördern und fordern“. Ziele sind die Verbesserung der Integration und Bildung, der Vermittlung von Kulturtechniken oder der Erwerb und die Erweiterung von sozialen Kompetenzen. Da neben einer Berufspraktikantin und einem Zivi nur zwei Hauptamtliche für das Spielmobil tätig seien, „brauchen wir viele ehrenamtliche Schüler“, wies Wagner auf das Angebot der Betreuerschulung hin. Da müsse circa zwei Dritteln der Interessenten abgesagt werden, „weil nicht genug Plätze da sind“, berichtete Sanktjohanser über die Attraktivität auch bei der Arbeit des Spielmobils mitzuwirken.

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