Baumaßnahme beendet

"Die Staufner Straße war maushin"

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Bürgermeister, Bauamt und Staatliches Bauamt informierten vor Ort über Ausbaustandards der Staufner Straße, zum Beispiel den Noppenbelag für Blinde.

Lindenberg – „Die Erneuerung der Staufner Straße war die einzige größere Maßnahme, die in diesem Jahr bei 200 Kilometern Staatsstraßen im Landkreis finanziert werden konnte“, berichtet Thomas Hanrieder, Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts Kempten, im Rahmen einer Pressekonferenz nach Abschluss der Baumaßnahme.

Nötig war das auf jeden Fall. „Die Straße war maushin“, so Hanrieder.

Die Stadt hatte einen Anteil für Gehwege und Kreuzungsausbau Alemannenstraße in Höhe von 400 000 Euro zu zahlen. Neu in Lindenberg sind dabei auch behindertengerechte Standards im Straßenbau verwirklicht worden. Vielleicht sind Fußgängern schon genoppte und geriffelte Flächen im Bereich der Straßenübergänge aufgefallen? Sie dienen als haptische Zeichensprache für Blinde und leiten zu Aufstellflächen und sicheren Überwegen.

Auf der Mittelinsel Alemannenstraße bildet einerseits für Blinde als Anschlag für den Blindenstock die Bordsteinkante einen leichten Absatz, während sie auf dem Meter daneben für Rollstuhlfahrer ebenerdig ist. Es sind solche aus- getüftelten Feinheiten, die künftig in die seniorengerechte Gesellschaft überführen.

750 000 Euro hatte der Freistaat für diesen Straßenausbau zu berappen. In diesem Etat sind auch rund 15 000 Euro Aufpreis für die lärmreduzierende Asphalt-Deckschicht enthalten. So rollt der Verkehr selbst bei 50 Stundenkilometern leiser als ohne.

Neuer Radstreifen

Bürgermeister Johann Zeh hebt hervor, dass in der Staufner Straße Leerrohre für Glasfaser bis in die Grundstücks- grenzen eingezogen wurden. Das soll bei künftigen Straßenerneuerungen Standard werden. Und Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann verweist auf den aus Platzgründen nur in einer Richtung verwirklichten neuen Radstreifen. Das mache bergauf mehr Sinn als bergab, wo Radfahrer durch das Gefälle fast gleich schnell fahren wie Autos. Der Abwasserverband beteiligte sich durch Kanalmaßnahmen mit ca. 115 000 Euro.

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