Beispielhafte Zusammenarbeit

Hochschulleiter Prof. Dr. Robert F. Schmidt (v.l.), Hans Epp (Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Allgäu-Schwaben) und muva-Geschäftsführer Dr. Thomas Westermair schauen Studenten bei ihrer Arbeit im neuen Schulungslabor über die Schulter. Foto: Stodal

Das Labor- und Dienstleistungszentrum muva Kempten und die Fachhochschule konnten im Zuge einer beispielhaften Kooperation ein zukunftsweisendes Projekt realisieren: In den Räumlichkeiten der muva in der Ignaz-Kiechle-Straße wurde am Mittwoch vergangener Woche ein Schulungslabor eröffnet, das den Studenten des neuen Bachelor-Studienganges „Lebensmittel- und Verpackungstechnologie“ für Praktikumszwecke zur Verfügung steht.

Ein Jahr nach Baubeginn konnte das von der muva finanzierte, 285 000 Euro teure Schulungslabor jetzt seiner Bestimmung übergeben werden. Ab sofort können die Studierenden des im Wintersemester 2009/2010 an der Kemptener FH eingeführten Studienganges „Lebensmittel- und Verpackungstechnologie“ an den 15 bis 16 Laborplätzen praktische Übungen in Mikrobiologie, chemisch-physikalischer Analytik und Sensorik vornehmen. Unterstützt und angeleitet werden sie dabei unter anderem durch qualifiziertes Laborpersonal der muva. Diese Kooperation zwischen Hochschule und muva stellt für alle Beteiligten einen Glücksfall dar, sind sich Hochschulleiter Prof. Dr. Robert F. Schmidt, muva-Geschäftsführer Dr. Thomas Westermair und der Vorsitzende des Milchwirtschaftlichen Vereins Allgäu-Schwaben, Hans Epp, einig. Für die FH löst sich durch die Kooperation einerseits ein Raumproblem – die jüngst hinzugewonnenen Flächen sind bereits anderweitig vergeben – gleichzeitig können durch das extern angemietete Schulungslabor die hohen Kosten für eigene Laboreinrichtungen gespart werden. Mit dem Schulungslabor sei auch für ihn „ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen“, so muva-Geschäftsführer Dr. Thomas Westermair. Man sei stolz, sich „in diesen Studiengang einzubringen, der für die Region und auch für sein Unternehmen selbst sehr gut und wichtig“ sei. Zwar sei man in erster Linie Untersucher von Lebensmitteln und hier vor allem von Milchprodukten, aber auch die entsprechenden Verpackungsmittel seien schon seit Mitte der 1920er, als man sich mit Stanniolfolien zur Käseverpackung beschäftigt habe, immer wichtiges Thema gewesen. Der Studiengang „Lebensmittel- und Verpackungstechnologie“, für den Westermair und seine Stellvertreterin, Dr. Monika Knödlseder, auch als Lehrbeauftragte tätig sind, setzt an den Schnittstellen zwischen den eng verzahnten Bereichen Lebensmittelindustrie, Verpackungsmaschinenhersteller und Packmittelproduzenten an. Durch ihn, so freut sich Prof. Dr. Robert F. Schmidt, kann hervorragend qualifiziertes und vielseitig einsetzbares Fach- und Führungspersonal für dieses Industriesegment direkt vor Ort ausgebildet werden, das den entsprechenden Unternehmen in der Region „hoffentlich auch nach dem Studienabschluss zur Verfügung steht.“ Er sehe die Zusammenarbeit auch als politisches Signal, „dass nicht jeder alles selber beschafft und vorhält, sondern dass man kooperiert und sich austauscht.“

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