Belastung wird steigen

Die Tobias-Dannheimer-Straße am Dachser-Kreisel soll zur Erschließungsstraße für das Neubaugebiet ausgebaut werden. Der Kreisel wird ebenfalls erweitert. Foto: Matz

Mit etwa 1000 Neu-Bürgern rechnet die Stadtverwaltung künftig im Neubaugebiet Halde-Nord. Da der erwartete Zuwachs am Rande der Stadt logischerweise auch zu einer zusätzlichen Belastung des Verkehrsnetzes führt, hat die Bauverwaltung ein entsprechendes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Fazit: Das Gebiet kann relativ problemlos erschlossen werden. Voraussetzung: Die Tobias-Dannheimer-Straße wird ausgebaut, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann jetzt im Verkehrsausschuss erläuterte.

Die Tobias-Dannheimer-Straße am Dachser-Kreisel (Stiftsbleiche) wird derzeit vom Tiefbauamt als „zentrale Sammelstraße“ für das Baugebiet Halde-Nord favorisiert. Vom Kreisel soll der Verkehr dann auf die Memminger Straße bzw. Nordspange verteilt werden. Um das zu schaffen, soll der Kreisel auf zwei Spuren erweitert werden. „Die Verkehrsbelastungen am Knotenpunkt können durch einen Umbau des bestehenden Kreisverkehrs abgewickelt werden“, erklärte Wiedemann den Stadträten. Parallel dazu untersuchen die Verkehrsexperten aber auch eine mögliche Anbindung des Gebiets über die Heiligkreuzer Straße. „Die Anbindung an diese Straße könnte zum einen eine leistungsfähige Verbindung aus dem gesamten Gebiet Thingers/Halde/Heiligkreuz Richtung Memminger Straße/ Nordspange sein und zum anderen zu einer Entlastung der Haupterschließungsstraßen Lotterbergstraße und Äußere Rottach führen“, sagte Amtsleiter Wiedemann. Ob die Anbindung jedoch tatsächlich erforderlich ist, soll eine Verkehrsbefragung im Frühjahr ergeben. Darüber hinaus soll die Befragung Aufschluss darüber geben, wie die Fahrbeziehungen aus dem bereits bestehenden Wohngebieten Halde und Thingers in Richtung der neuen Sammelstraße sind, so Wiedemann weiter. „Die Anbindung soll aber auf alle Fälle so gestaltet werden, dass kein zusätzlicher Schleichverkehr über die bestehenden Baugebiete stattfindet“, betonte er. Radverkehr und ÖPNV spielen bei den Überlegungen zur Erschließung ebenfalls eine wichtige Rolle. So soll das Baugebiet an das bestehende ÖPNV-Netz „leistungsfähig angebunden“ werden, kündigte der Leiter des Tiefbauamtes an. Die Anbindung des Radverkehrs an Neuhausen, Heiligkreuz und Wohngebiet Halde sei „dabei selbstverständlich.“ Für das rund sieben Hektar große Baugebiet Halde-Nord (sechs ha Baufläche) rechnet die Stadtverwaltung derzeit mit einer Ansiedlung von knapp 1000 Einwohnern. Das wiederum führt Verkehrsberechnungen zufolge zu einer Belastung des dortigen Straßennetzes um zusätzliche 3000 Fahrten pro Tag.

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