Belohnte Treue

Zu einer Mitgliederversammlung hatte der Ortsvorsitzende Johann Lederle jetzt die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Kempten-Nord ins Pfarrheim von St. Hedwig eingeladen. Im Vordergrund der Veranstaltung stand die Auszeichnung langjähriger und verdienter Mitglieder und Funktionären.

Mit Claudia Biber und Gernot Zahn konnte Lederle zunächst zwei neue Mitglieder in den Reihen des Ortsverbandes begrüßen. Ausführlich würdigte der Vorsitzende anschließend den Verdiensten der aus dem Vorstand ausscheidenden ehemaligen Stadträtin Helga Hautmann. Hautmann hatte seit 1991 im Vorstand der CSU-Nord mitgearbeitet und war von 1993 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende. Von 1998 bis 2002 war sie für die CSU im Stadtrat. Außerdem konnten Lederle und Kreisvorsitzender Thomas Kreuzer ihr zusätzlich zur 20-jährigen Mitgliedschaft in der CSU gratulieren. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Josef Hecker eine Urkunde sowie eine Nadel in Gold. Auch hier würdigte Lederle dessen Treue zur CSU und die Tatsache, dass Hecker immer wieder an Veranstaltungen der CSU teilnimmt. Weiter wurden Johann Petrich für 30-jährige Mitgliedschaft sowie Werner Lindner und Ludwig Wörz für 15-jährige Mitgliedschaft in der CSU Kempten-Nord geehrt. Im Anschluss ging Kreisvorsitzender Thomas Kreuzer auf aktuelle Fragen der Landes- und Bundespolitik ein. Die Herausforderung der diesjährigen Wahlen bestehe darin, dass hier zwischen einem Weg in Richtung einer sozialen Marktwirtschaft oder aber eines staatlich gelenkten Wirtschaftssystems entschieden werden soll. Nach wie vor gelte es, die Privatinitative zu stärken und für eine solide Finanzwirtschaft zu sorgen. Breiten Raum nahm, auch in der anschließenden Diskussion, das Problem Landwirtschaft, insbesondere der Milchpreis, ein. Kreuzer wies darauf hin, dass von den etablierten Parteien allein die CSU gegen die Erhöhung der Milchquote gestimmt hatte, sich damit aber nicht durchsetzen konnte. Nur Hessen habe hier mit Bayern gestimmt. Ferner wies Thomas Kreuzer darauf hin, dass Bayern die Selbstbehalte der Landwirte beim Agrardiesel ausgleiche. Man müsse auch berücksichtigen, dass beispielsweise in Bayern 46000 Bauern wirtschafteten, in Schleswig-Holstein nur 5000. Die CSU sei die einzige Partei, die sich überhaupt für die bäuerliche Landwirtschaft interessiere. Zurecht seien die Landwirte jedoch über die derzeitige Entwicklung sehr besorgt. Die CSU werde sich jedoch weiter für die Bauern einsetzen.

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