Belohnung für freiwillige Helfer

Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung soll sich auch das Cambomare künftig an der Ehrenamtscard beteiligen. Foto: Archiv

Nach dem Vorbild des Landkreises Oberallgäu wird nun auch in Kempten eine Ehrenamtscard eingeführt. Mit dieser Karte möchte die Stadt künftig die Arbeit von Ehrenamtlichen anerkennen. Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss die Einführung der Ehrenamtscard in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

In Kempten sollen pro Jahr insgesamt 350 Ehrenamtscards ausgegeben werden. Vorgeschlagen werden können die freiwilligen Helfer von Vereinen, Verbänden, Wohlfahrtsorganisationen oder öffentlichen Einrichtungen. Die Ehrenamtlichen dürfen aber weder eine finanzielle Entschädigung für ihre Leistung erhalten, noch darf die Tätigkeit nicht untergeordnet ausgeübt werden. Aus allen eingegangenen Meldungen werden die 350 freiwilligen Helfer, die eine Karte bekommen, ausgelost. Wichtiges Engagement Sozialreferent Benedikt Mayer führte an, dass das ehrenamtliche Engagement von Bürgern für die Kommunen eine immer größere Rolle spiele. „Ohne die vielfältigen Methoden wären viele Angebote im sportlichen, kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Bereich kaum noch möglich“, verdeutlichte er. Um dieses bürgerschaftliche Engagement zu stärken überlegte die Stadtverwaltung, wie das Ehrenamt in Kempten künftig gefördert werden könnte. Dabei half eine Idee, die der Landkreis Oberallgäu vergangenes Jahr umsetzte. 750 Personen bekamen dort eine Ehrenamtscard. Die Karte ist ein Jahr gültig und ermöglicht den ausgewählten Personen größtenteils freie Eintritte in Freizeiteinrichtungen, Freizeitbäder, Naturerlebnisse, Museen oder Freifahrten für Bergbahnen. Zudem erhält die Karte Freikarten zum kostenlosen oder ermäßigten Parken und Ermäßigungen für ÖPNV-Tageskarten. Gesponsert werden diese Leistungen von den teilnehmenden Betrieben. „Insgesamt gesehen ein rundum gelungenes Angebot, das natürlich bei Einführung in Kempten auf die Kemptener Betriebe und Einrichtungen erweitert werden müsste“, meinte Mayer. Angedacht sind dabei das Cambomare, die Museen, das TheaterInKempten und das Forum Allgäu. Die Vertreter des Oberallgäus, insbesondere Landrat Gebhard Kaiser (CSU), seien mit der Erweiterung der Karte und der gemeinsamen Lösung einverstanden, berichtete Sozialreferent Mayer weiter. Der Aufwand für die Ehrenamtscard liegt bei fünf Euro für die Ausstellung der Karte und die Programmierung. Die Terminals, die dafür notwendig sind, sind im Bereich des Tourismus bereits vorhanden, da das System im Prinzip an die Allgäu-Walsercard angehängt ist. Die Ehrenamtscard gilt ein Jahr und kann danach als Allgäu-Walsercard weiter genutzt werden.

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