Auf dem Weg zur besseren Integration

Was lange währt wird endlich gut, so sagt ein Sprichwort. Ob es auch für die Rosenau zutrifft, wollten die Altstadtfreunde genauer wissen und machten sich ein Bild vor Ort. In einer zweistündigen Besichtigungstour gewährte Helge Pietrek von der ROI-Projektbau Einblick in den Stand der inzwischen recht fortgeschrittenen Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Bereits im Oktober dieses Jahres sollen laut Pietrek die Wohnungen im so genannten Bau B – dem vorderen Teil des ehemaligen Fabrikgebäudes – sowie die auf dem Niveau des ursprünglichen Erdgeschosses angesiedelten Tiefgarage, fertig sein.

Und damit „wird auch der Verkauf der Doppelhäuser anziehen“, für die es nicht an Nachfrage mangele, frohlockte Pietrek. In circa zwei Monaten sollen die Musterhäuser der Neubauten im nördlichen Teil innen und außen fertig gestellt sein. Insgesamt seien dort fünf Doppelhäuser mit sechs Zimmern und Terrasse über der Iller geplant. Daneben zehn Reihenhäuser à fünf Zimmer, die mit neun Metern Breite ein „Hammer sind“, wie Pietrek meinte. Im denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäude Teil „B“ dagegen „sind alle 27 Wohnungen bereits verkauft“, verkündete Pietrek. Beim Betreten des Gebäudes konnte man sich zwar noch nicht so richtig vorstellen, dass hier schon in wenigen Monaten Menschen wohnen sollen. Mit jeder Etage änderte sich dieser Eindruck allerdings und die kleine Abordnung der Altstadtfreunde zeigte sich beeindruckt und erfreut, was hier entsteht. Besonders die hellen Dachgeschosswohnungen mit ihren Dachterrassen, sowohl zur Iller als auch zum Park hin, hatten es den Besuchern angetan. Mit dem anschließenden ehemaligen Fabrikteil „C“ soll, wie Pietrek erklärte, begonnen werden, „sobald der Rohbau der Tiefgarage fertig ist“. Denen in Gebäude „B“ sehr ähnlich, sollen hier weitere 86 Wohneinheiten mit Größen von etwa 55 bis knapp 177 Quadratmetern entstehen. Auch von diesen 84 Wohneinheiten, die Ende 2012 bezugsfertig sein sollen, „sind 34 schon verkauft“, wusste Pietrek. Das Gros der Käufer käme aus dem Süddeutschen Raum. Auf lediglich etwa 20 Prozent einheimische Käufer bezifferte Pietrek seine Klientel. 160 Wohneinheiten Auf dem 56000 Quadratmeter Grundstück, von dem allein „rund 20000 Quadratmeter Landschaftsschutzgebiet sind“, sollen alles in allem neben einer noch offenen Nutzung der Düwell-Villa nach und nach 160 Wohneinheiten entstehen. Aber, wie er versicherte, erwarte die zukünftigen Bewohner hier nicht nur hochwertiger Wohnraum, sondern auch ein umfangreiches Serviceangebot. Zeitgleich mit Bau „B“ soll deshalb auch das Service-Center im ehemaligen, denkmalgeschützten Spinnerei-Kontor fertig werden, das unter anderem mit einem Mehrzweckraum für Feiern und alles mögliche ausgestattet sein werde, einen „Concierge“ beheimate, der weit über die Aufgaben eines Hausmeisters tätig sein werde und es „vielleicht auch ein bisschen Ausschank gibt“. Als besonderes Angebot werde es außerdem ein „Gästeappartement“ geben, auf das Bewohner mit kleinen Wohnungen zurückgreifen könnten, „wenn sie Übernachtungsgäste haben“, eröffnete Pietrek ein Serviceangebot, das allemal „billger sein wird als ein Hotel“. Altstadtfreunde-Vorsitzender Dietmar Markmiller begrüßte, dass das Rosenau-Projekt zu dem passe, was er sich als neuer Vorsitzender der Altstadtfreunde auf die Fahnen geschrieben habe: „Die Integration der Iller“.

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