"Da besteht Bedarf"

Bereits zum dritten Mal beziehungsweise vierten Mal hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung des Bebauungsplans „Jakobwiese“ im Bereich zwischen Stadtbadstraße, Alfred-Weitnauer-Straße und dem Fußweg südlich des Lena-Christ-Wegs und im Bereich nördlich und südlich des Haubensteigwegs beschlossen. Zum einen soll damit der Bau kleiner Häuser oder Kettenhäuser zu günstigen Konditionen, zum anderen der Bau von Stadthäusern in der gehobenen Preisklasse ermöglicht werden.

Wie Antje Schlüter, die Leiterin des Stadtplanungsamtes, berichtete, sollte ursprünglich im Bereich Stadtbadstraße ein Kindergarten gebaut werde. Da dafür mittlerweile aber kein Bedarf mehr besteht, soll dort nun ein Wohngebiet mit zweigeschossigen Häusern angedacht werden. „Da besteht Bedarf in Kempten", sagte sie. Bei den derzeit in Planung befindlichen zwei Planungsvarianten sind die Grundstücke 290 oder 455 Quadratmeter groß. Die Sozialbau habe zudem angeregt, dort die Idee von Kettenhäusern weiter zu verfolgen, „um so eher kleinere und damit preisgünstigere Grundstücke zu erhalten", berichtete Schlüter. Konkretes im Herbst Die Erschließung könnte je nach Variante über zwei Stichstraßen oder eine Ringstraße erfolgen. Im Fall der Ringstraße stünden dann jedoch wiederum zwei Grundstücke weniger zur Verfügung. „Der weitere Verfahrensablauf soll klären, welche der beiden Varianten weiter zu verfolgen ist", so Schlüter. Die Leiterin des Stadtplanungsamtes hofft nun, dass Bauleitverfahren bis zum Herbst abschließen zu können. Nördlich und südlich des Haubensteigwegs sind dagegen nun eine „aufgelockerte Bauweise für Grundstücke im oberen Preissegment in Ortsrandlage" geplant. Erste Entwurfsüberlegungen seien bereits angestellt worden, berichtete Schlüter. Demzufolge sollen auf einer Fläche von 1,23 Hektar eine bis zu zweigeschossige Ketten- und Einzelhausbebauung vorgesehen werden. An der Ecke Alfred-Weitnauer-Straße/Haubensteigweg sei sogar ein dreigeschossige Bebauung mit Terrassen möglich. „Der Gebäudecharakter sollte sich aber weniger dem klassischen Reihenhaustyp als dem eines Stadthauses annähern", betonte Antje Schlüter. Erschlossen werden soll dieses Gebiet dann über eine vom Haubensteigweg ausgehende Stichstraße, die sich dann im Plangebiet teilt und zum einen in einem Wendehammer sowie zum anderen in einem Geh- und Radweg im Norden mündet. Zudem ist nördlich der Kathan-Häuser ein Quartiersparkplatz mit öffentlichen Parkplätzen vorgesehen.

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