Bewährtes fortsetzen

Erneut hat das Allgäuer Brauhaus zur „Allgäuer Bergweg-Rettung“ aufgerufen und setzt damit die erfolgreiche Aktion zum Unterhalt des hiesigen hochalpinen Wegenetzes bereits im dritten Jahr in Folge fort. Von jedem verkauften Kasten Teutsch Pils, Alt Kemptener Weiße, Urtyp Export und Fürstabt Hefeweizen aus dem Haus der Traditionsbrauerei gehen während des Aktionszeitraums vom ersten April bis 31. Mai somit wieder jeweils 20 Cent an die Allgäuer Sektionen des deutschen Alpenvereins (DAV).

Dank der großen Resonanz in den beiden Vorjahren seien insgesamt rund 37000 Euro an Spenden zusammengekommen, freute sich Brauhaus-Vorstand Heinz Christ auch über die damit sechs realisierten Bergweg-Projekte. Allein im vergangenen Jahr seien an die 150 Arbeitsstunden ehrenamtlich in den Erhält des betroffenen insgesamt 130 Kilometer langen Wegenetzes gesteckt worden, gab Dieter Gerrens, Vorsitzender der DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt, anlässlich des Pressegesprächs bekannt. Drei neue Projekte sollen nun laut Matthias Hill, Geschäftsführer der DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt, angegangen werden: Trittstufen und Drahtsicherungen am Rubihorn, an der Kreuzspitze und an der Krottenkopfscharte. „Vielleicht noch einen Bereich der Nagelfluhkette“, teilte er die Hoffnung mit Christ, auf wiederum rege Unterstützung aus der Bevölkerung. Von den Hüttenwirten gebe es „viele positive Rückmeldungen“ bezüglich der bereits hergerichteten Wegstrecken, meinte er. Die Leute, die dort unterwegs seien, würden schon registrieren, dass etwas getan werde, auch wenn es „nicht an die große Glocke gehängt wird“, frohlockte er. Tatkräftige Unterstützung Wieder mit von der Partie ist das „Gesicht“ der Aktion, Jochen Krupinski, Wirt der Mindelheimer Hütte, der bei der Auftaktveranstaltung nicht dabei sein konnte. Da er täglich erlebe, wie wichtig gut ausgebaute Bergwege seien, wolle er die Menschen weiter zum Mitmachen ermuntern, erklärte stellvertretend Karin Siegert, Marketingfrau des Allgäuer Brauhauses. Dazu sollen die drei von den Sektionen ausgewählten Paten „die Idee nach draußen tragen“, so Christ. Mit ihrer Affinität zum Allgäu und den Bergen wollen deshalb der ehemalige Vizepräsident des DAV, Ingo Buchelt, die begeisterte Bergsteigerin Christa Haberstock-Blanz, Leiterin der Geschäftsstelle Kempten der Diözese Augsburg, sowie Hubert Kaufmann, Hüttenwirt der Fidererpasshütte und aktives Mitglied in der Bergrettung, die Bergweg-Retter-Aktion tatkräftig unterstützen. Christ wies darauf hin, dass nicht nur Bierliebhaber Gelegenheit hätten, zum Erhält der Bergwege beizutragen. Neben den Spendenboxen in den Brauhaus-Gaststätten gebe es auch wieder T-Shirts, Regenjacken, Rucksäcke und vieles mehr aus der „Bergweg-Retter-Kollektion“, womit man seine „Verbundenheit demonstrieren kann“ und deren Reinerlös ebenfalls in die Aktion fließe.

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