"Im Bewusstsein verankern"

Seit fast vierzig Jahren bietet die Stadt Isny regelmäßige Führungen durch ihre historische Altstadt an und auch die umliegenden Städte und Gemeinden sind auf diesem Gebiet aktiv. Gästeführer und Touristiker haben längst erkannt, wie wichtig Stadt- und Themenführungen für den Fremdenverkehr sein können – egal, ob nun herkömmliche Führungen, Themenexkursionen oder auf besondere Anlässe ausgerichtete Präsentationen. Um das Angebot noch weiter zu verbessern, haben sich die Westallgäuer Touristiker nun aus erster Hand Anregungen bei ihren Kollegen in Ulm geholt.

„Stadtführungen bringen dem Gast nicht nur die Stadt näher, sondern verankern diese auch in seinem Bewusstsein“, erläuterte die Leiterin des Isnyer Tourismusbüros, Margret Kaiser, Sinn und Zweck der Fahrt nach Ulm. „Begeisterte Gäste sind wichtige Multiplikatoren, die mit ihren Kenntnissen über die Urlaubsregion andere von einem Besuch bei uns überzeugen“, so Kaiser weiter. Zusammen mit Gästeführern und Kollegen der Nachbar-Gemeinden Argenbühl, Bad Wurzach, Isny, Kißlegg, Leutkirch und Wangen war Isnys Chef-Touristikerin deshalb nach Ulm gefahren, um sich dort über Stadtführungen und sonstige Tourismus-Angebote in vor Ort zu informieren. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Ulm/Neu-Ulm-Touristik GmbH durch deren Geschäftsführer Wolfgang Dieterich im Ulmer Schwörsaal stellte Eleonore Finkenzeller, Leiterin der Ulmer Tourist-Information, Ziele, Methoden und Ablauf der halbjährigen Schulungen für Neulinge und deren anschließender Zertifizierung zu Gästeführern in Ulm vor. Diese Ausbildung orientiere sich streng an den Richtlinien des Bundesverbandes für Gästeführer in Deutschland e.V., berichtete sie. Das touristische Angebot in Ulm ist breit angelegt, beschäftigt sich allerdings noch immer zu rund 90 Prozent mit herkömmlich gebuchten Touren bei den klassischen Stadtrundgängen. Großer Beliebtheit erfreuen sich aber auch so genannte Erlebnisführungen zu speziellen Themen. Zu diesen gehören zum Beispiel „Betteln in Ulm“ oder „Schildwirtschaften“, bei denen sich die Ulmer Stadtführer in historischen Gewändern präsentieren. Auch Schauspielerauftritte mit professionellen Darstellern in der Rolle von Albert Einstein, der seinerzeit in Ulm geboren wurde, oder dem „Schneider von Ulm“ sind immer wieder angeboten, berichtete Finkenzeller. Eindrücke aufarbeiten Jetzt geht es darum, die gesammelten Eindrücke auszuwerten und auf die „Tagesgeschäfte“ in den viel kleineren Gemeinden und Städten im Westallgäu zu übertragen. Margret Kaiser will die Zusammenarbeit innerhalb der Region auf diesem Gebiet auf alle Fälle verstärken. Besonders die Themenführungen werden wohl schon bald in Isny mehr Interesse wecken. Die Isnyer Teilnehmer jedenfalls haben in einer anschließenden Gesprächsrunde die Eindrücke aufgearbeitet, um für Isny die besten Umsetzungen zu finden.

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