AW bieten eigenen Catering-Service

„Die Arbeit macht Spaß und ist vielseitig, auch wenn manchmal mehrere Handgriffe und Überlegungen gleichzeitig verlangt werden“, erzählt ein Mitarbeiter vom Catering-Team der Allgäuer Werkstätten (AW), während er eine kalte Platte mit hellen und dunklen Weintrauben dekoriert.

Er gehört zum Team der Hauswirtschaftsgruppe in der Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung. Sie portionieren die mittägliche Essensausgabe, pflegen die Räume, betreuen „in-Haus-Veranstaltungen“ und auf Anfrage machen sie auch kalte Imbisse für Außenstehende. „Diese Arbeit fordert von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gehörige Portion an Flexibilität“, berichtet Annemarie Schauner-Haubner. Die Heilerziehungspflegerin leitet die Gruppe Hauswirtschaft/ Dienstleistung, seit sie 2006 ins Leben gerufen wurde. Zur Seite steht ihr Hauswirtschafterin Elvira Haag. Derzeit sind drei Männer und fünf Frauen in der Gruppe beschäftigt. Aus dem Berufsbildungsbereich sind zudem drei Praktikanten dabei. Zwei von ihnen werden die Gruppe wohl künftig verstärken Großen Wert wird auf die Einhaltung der Hygiene gelegt: „In der Küche wird nur mit Haube, Handschuhen, Küchensicherheitsschuhen und Schürze gearbeitet“, so Schauner-Haubner. Dazu gibt es ebenso wie rundum zum Thema Ernährung und Hauswirtschaft regelmäßig Seminare, in denen das Team fortgebildet wird. „Das ist einerseits eine Wertschätzung für unsere Mitarbeiter, andererseits je nach Thema eine wichtige Arbeitsergänzung.“ Das Arbeitspensum müssen die Leute vom Catering-Team wie die übrigen Werkstattbeschäftigten auch in der Zeit von 7.40 Uhr bis 16 Uhr bewältigen. Um 9 Uhr öffnet der Frühstückskiosk mit belegten Semmeln. Danach bereitet die Küchengruppe nach dem Wochen-Speisenplan den Mittagssnack vor für die, die nicht am normalen warmen Mittagessen teilnehmen möchten. „Das ist mal eine Gulaschsuppe, mal sind es Wienerle oder ein Hawai-Toast“, erzählt die Leiterin vom Tagesablauf. Parallel dazu muss das Koch-Team zur Mittagszeit die gelieferten Mahlzeiten aus der Küche der Werkstatt Steufzgen 40 bis 50mal portionieren. Kaum ist die Küche aufgeräumt, wird wieder alles für den Nachmittagskiosk hergerichtet. Dann gibt es Kaffee und süße Riegel. Bei den Aufträgen außerhalb der AW (für Meetings, Besprechungen, Feiern) gibt es auf Wunsch zudem süße Teilchen. „Die sind allerdings selbst gekauft, während wir die kalten Platten, Salate und die beliebten Seelen selbst herrichten“, so Schauner-Haubner. In der Früh wird stets der Tagesbedarf abgesprochen. Für die Gestaltung der Imbisse gibt es Bildvorlagen mit dem jeweiligen Rezept. „Das ist die Gewähr dafür, dass unsere angebotenen Produkte immer gleich aussehen.“ Bisher größter Zusatzauftrag von außen war die Belieferung von Schulen. Da mussten dann zum täglichen Arbeitspensum zusätzlich 250 halbe belegte und garnierte Semmeln geschafft werden. Ansprechpartnerin ist Annemarie Schauner-Haubner, Telefonnummer 0831/5405122 oder -29.

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