"Bildung bedeutet Investitionen"

Bei der jüngsten Sitzung des CDU-Ortsverbandes Isny wurden die zahlreich erschienenen Mitglieder schon kräftig auf das „Super- Wahljahr 2009“ eingeschworen. Die Themen Bildung, Verkehr und Finanzen beherrschten die Diskussion.

Rudi Köberle, Staatssekretär und Kreisvorsitzender der CDU, Paul Locherer, Mitglied des Landtages und Bürgermeister von Amtzell, sowie Christian Natterer, Kreisvorsitzender der Jungen Union und Ortsvorsitzender der CDU in Wangen ,hatten den Weg nach Isny gemacht und für einen Rahmen gesorgt, der schon den beginnenden Wahlkampf und seine Zielrichtung ahnen ließ. Dorn begann mit einem Rückblick. Dabei ging er, wie die anderen Gemeinderäte, davon aus, dass Isny „recht gut dasteht und dass die Arbeit der letzten Jahre sich offensichtlich gelohnt hat.“ Die günstige Wirtschaftssituation der Stadt habe es erlaubt, in den letzten zwei Jahren trotz einiger Großprojekte mit einem Gesamtumfang von zehn Millionen Euro eine Schuldenaufnahme zu vermeiden und sogar noch Altlasten abzubauen. Im Augenblick sehe er sich im Gemeinderat vor der Situation, dass SPD und Freie Wähler im Schulterschluss operieren und damit in der Lage seien, die Christdemokraten zu überstimmen. „Wir haben 46 Prozent der Sitze und das sollten wir bei der nächsten Kommunalwahl nach oben korrigieren. 2004 haben wir die absolute Mehrheit verfehlt, aber das muss ja nicht so bleiben.“ Auch die Wahlkampfthemen liegen nach Meinung von Dorn auf der Hand. Auf der einen Seite seien da Schulbau und Bildungsstrategie. „Wir haben die Jugendlichen geprägt und erzogen, mit denen wir uns heute beschäftigen müssen und wir sind durchaus berechtigt, zu hinterfragen, was Erziehung und Bildung für die Eltern bedeutet.“ Er warf die Frage auf, ob es wirklich sinnvoll sei, sie voll und ganz in die Hände des Staates zu legen. „Bildung bedeutet aber auch Investitionen und die machen wir“, erklärte Dorn. Marketing verbessern Auch der Tunnelbau und die Umgehung der B12 werden Thema bleiben. Es stelle sich die Frage: „Was macht die Stadt in der Zwischenzeit, wenn der Verkehr draußen ist, aber die Stadtsanierung erst anläuft? Wir werden mehr Geld für Marketing und Touristik investieren müssen.“ Die Isny Marketing GmbH müsse anders und besser ausgestattet werden, damit in der „Insel der Ruhe“ für entsprechende Werbung gesorgt werden könne. „Vor zwei Gespenstern sollten wir uns hüten“, appellierte er. Das seien das Schuldengespenst und das Investorengespenst. Die Stadt könne nicht die Rolle des Investors übernehmen und neue Schulden anhäufen. Nach seiner Rede entlasteten die 52 anwesenden Mitglieder des Ortsverbandes einstimmig den Vorstand. Die anschließende Wahl des Stadtvorstandes übernahm Rudi Köberle. Alter und neuer Ortsvorsitzender wurde Peter Dorn mit 51 Stimmen. Seine Stellvertreter sind Ferdinand Hoffman (42), Dr. Alexander Sochor (42) und Anton Maier (41). Als Schriftführerin wurde Katrin Mechler eingesetzt. Beisitzer sind: Konstantin Bodenmüller Jun., Karl Butscher Beuren, Dieter Hechelmann, Sigrid Jork, Peter Manz, Sepp Mechler, Dr. Clemens Müller, Erbgraf Alexander von Quadt und Reinhard Witter. Nach diesem Teil berichtete Rudi Köberle noch aus der „großen Politik und über Hoffnungsstreifen am Finanzhimmel.“ Köberle erläuterte die Investitionen im Straßenbau und die Auswirkungen für die Region, der Landtagsabgeordnete Paul Locherer betonte, wie gut Baden-Württemberg dastehe und mit einer Null-Verschuldung über die Runden komme. Bei der anschließenden Ehrung von drei verdienten Mitgliedern war Peter Dorn im Wechsel mit Rudi Köberle im Einsatz. Renate Steinhauser, Paul Fürst von Quadt und Sepp Mechler erhielten ein Präsent vom Ortsverband und Rudi Köberle überreichte ihnen eine Anerkennungsmedaille. Die Nominierung der Kandidaten für den Gemeinderat soll im März erfolgen. Der Wahlkampf werde dementsprechend kurz und Locherer mahnte zur Einigkeit aller zum Wohle der Stadt.

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