Die Bildung im Vordergrund

Der Vorstand der Isnyer SPD hatte jetzt zu einer offenen Diskussionsrunde als Vorbereitung auf die kommendes Jahr anstehende Kommunalwahl in das Gasthaus Hirsch am Marktplatz geladen. In einer angeregten Diskussion waren es besonders die Bildungspolitik, die Entwicklung des Haushalts und anstehende Fragen zur Parkplatzgestaltung bei der Umgestaltung der südlichen Altstadt, die im Vordergrund standen.

Der Vorsitzende der Isnyer SPD, Otto Ziegler, begrüßte die Mitglieder und leitete die Informations- und Diskussionsrunde. Die geplanten Umstrukturierungen im Schulzentrum wurden von Gemeinderat Edwin Stöckle noch einmal erläutert. Die Richtung ist nun vorgegeben und Stöckle betonte die Wichtigkeit des Beschlusses im Gemeinderat. Auch von Seiten der Isnyer Genossen waren in dieser Hinsicht schon viele Anregungen gegeben worden und wie effektiv die Umgestaltung und der Ausbau werden, lässt hoffen. Auch Hans-Jörg Hübner, schloss sich der Meinung an, dass hier etwas Gutes entstehen kann. So meinte er dazu: „Die SPD ist die Partei, die sich immer für die Bildung einsetzte und auch für die Zukunft die Bildung als Hauptkapital versteht.“ Kein Schüler dürfe verloren gehen, aber wenn die Schulen fördern, seien Eltern und Kinder gefordert, sich am Ziel „Bildung“ zu beteiligen. Lösungen abwägen Die Frage der Neugestaltung in der südlichen Altstadt wird mit Sicherheit noch öfter ein Thema mit ausreichend Diskussionsstoff sein. Hier ist die Isnyer SPD noch mitten im Meinungsbildungsprozess. Wird es gelingen, Investoren in dieses Viertel zu ziehen? Welche Lösung ist die beste? Tiefgarage, oberirdisch Plätze schaffen, den Parkplatz-Suchverkehr so gering wie möglich halten, Anwohnern an den neu entstehenden Wohnhäusern den nötigen Parkplatz zur Verfügung stellen und die Frage klären, wie weit sich die Stadt dabei „aus dem Fenster lehnen kann“ – das Thema ist komplex. Pit Hummel, ebenfalls Gemeinderat, hatte sich hingegen auf das Thema Finanzen vorbereitet. Der Vergleich mit anderen Städten im Umland, die von Größe und Struktur vergleichbar sind, zeige deutlich, dass im „Käsedreieck“ Wangen-Leutkirch-Isny die Pro- Kopf-Verschuldung am geringsten sei. Die ebenfalls von ihm vorgestellte Prioritätenliste der anstehenden Investitionen macht aber nach seiner Meinung deutlich: Ohne Neuverschuldung geht es nicht und auch die Prioritätenliste der SPD-Fraktion lässt an der Notwendigkeit einer Neuverschuldung durch Kreditaufnahmen keinen Zweifel. Neue Mitglieder Zu allen Tagesordnungspunkten wurde lebhaft diskutiert und Otto Ziegler sah sich gezwungen, einige Punkte zu vertagen. Erfreulich war, dass zwei neue SPD-Mitglieder ihre Parteibücher präsentieren konnten und eine weitere Aufnahme noch zu bearbeiten ist. Das ist eine Tendenz die untypisch für die allgemeine Stimmung ist und deutlich macht, dass Kommunalpolitik einen anderen Stellenwert hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird im Januar eine weitere offene Mitgliederversammlung stattfinden, denn auch die Kommunalwahlen werfen ihren Schatten voraus.

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