Blick hinter die Kulissen

Atelierluft schnuppern, dazu hatten Interessierte jetzt ein ganzes Wochenende lang Gelegenheit. Unter dem Motto „Quellen der Kunst“ standen die Werkstätten von 28 Künstlern des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) Schwaben-Süd zur Besichtigung offen.

Zwischen Pinseln, Farbtöpfen, Sägen, noch unbearbeiteten Holzklötzen oder Gussmodellen und -formen waren in den Arbeitsräumen und Außenbereichen natürlich auch fertige Werke der Kunstschaffenden zu sehen. Rege diskutierten die Künstler mit vorbeischauenden Freunden, Nachbarn, Kollegen und auch „neuen Gesichtern“ die jeweiligen Techniken, Vorzüge und Nachteile der Materialien, Herangehensweisen, Hintergründe und Bedeutungen oder einfach Kunst im Allgemeinen. So auch im Kemptener Atelier von Winfried Becker, wo beispielsweise der Entstehungsweg seiner unter anderem Tierplastiken bis zum fertigen Guss nachvollziehbar wurde. Interessante Gegensätze Einen interessanten Kontrast dazu bildete seine neue Leidenschaft für Baum- beziehungsweise Waldfragmente aus Beton. Recht Unterschiedliches gab es ebenso im idyllisch gelegenen Atelier von Stephan Rustige in Trunzen bei Wiggensbach, das sogar von einer 14-köpfige Radlergruppe angesteuert wurde, wie er erzählte. Neben einem kleinen Querschnitt seines Schaffens thronte das eigenwillig geformte Stück eines Weidenbaumes auf dem Atelierboden. Durch den in Blautönen gehaltenen Farbauftrag mit aufgewalztem Aluminium wurden den „Lebensadern“ mehr Gewicht verliehen, erklärte er wie aus dem „mytischen Baum“ das Werk „Gefallene Helden – Gestürzte Denkmäler“ wurde. Auf dem „Kunsthof“ in Opprechts bei Uwe Neuhaus galt es dann gleich mehrere Künstler zu entdecken. In der großen Tenne des Hofes reichte das Spektrum von kunstvollem Schmuckdesign über originelle Kopfbedeckungen bis zu den farbenfroh poetischen Bildern des Hausherrn. Zur interessanten Reise durch die offenen Ateliers lädt der BBK alle drei Jahre ein.

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