Isny Aktiv besucht die Firma Armacell in Friesenhofen

Zu Gast beim Weltmarktführer

+
In der Spätschicht bei Armacell. Sauberkeit am Arbeitsplatz und die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien sind der Firma enorm wichtig.

Isny/Friesenhofen – Im Rahmen seine Firmenbesuche war der Verein Isny Aktiv jetzt zu Gast im Armacell Werk in Friesenhofen. Armacell ist eigenen Angaben zufolge der Weltmarktführer für flexible technische Isolierung.

Gegründet hat das Werk in Friesenhofen einst der Unternehmer Karl Klein, als ihm seine erste Produktionsstätte in Oberstaufen zu klein geworden war. Zu dieser Zeit war der Markt vorwiegend im Inland zu finden und die Öffnung in globale Dimensionen eigentlich nicht beabsichtigt. Im Jahr 1986 verkaufte Klein aus Altersgründen die Firma an Armstrong World Industries in Amerika. Einige der Besucher von Isny Aktiv konnten sich noch an diese Zeiten erinnern. Das war ein gewaltiger Wechsel in der Firmengeschichte. 

Die bis dahin entwickelten Dämmstoffe und Patente wurden übernommen und die Firma dem Weltkonzern eingegliedert. Zwei Werke hat der Konzern in Deutschland und insgesamt gehören 19 Werke in 13 Ländern dazu. Die Vorzeichen stehen auf weitere Vergrößerung und die Neuent- wicklung von neuen Produkten geschieht in vier Entwicklungsbüros, wobei auch in Friesenhofen immer wieder Neuent- wicklungen dazu kommen. Mit 122 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro, einer bedarfsorientierten Produktion und einer Auslastung um die 80 Prozent ist Armacell Friesenhofen ganz gut dabei. Zu Beginn der Betriebsbesichtigung wurde in der Kantine eine Runde „Basisinformation“ vermittelt. Die Powerpoint-Präsentation umfasste alle relevanten Gebiete und macht er den Gästen von Isny Aktiv klar, welch ein wirtschaftliches Schwergewicht in Friesenhofen Fuß gefasst hat. Armacell ist nach Firmenangaben das Nachfolgeunternehmen der Dämmstoffsparte der Armstrong World Industries und wurde 2000 als „Management Buyout“ gegründet.

 Der Gesamtumsatz des Konzerns lag weltweit bei rund 475 Millionen Euro. Es sind die flexiblen Dämmstoffprodukte die Armacell zum Marktführer machen. In Friesenhofen, der kleineren der deutschen Niederlassungen, werden rund 1700 verschiedene Produkte bevorratet und innerhalb kürzester Zeit an die Kunden ausgeliefert. Die Anlagen sind so eingerichtet, dass auch kleinere Stückzahlen angefertigt werden können. Was bis vormittags um 10 Uhr auf dem LKW ist, wird auch innerhalb von 24 Stunden beim Kunden angeliefert. Tonnen von Stahlblechen werden verarbeitet und die Formteile aus Kunststoff sind auf in der Firma weiter entwickelten Maschinen in der Fertigung. Isolierung, gleich welcher Art steht auf dem Programm. Wärme-, Käl-te-, Lärm- und Umweltverträglichkeit sind dabei maßgebend. 

Der Umweltschutz ist einer der Schwerpunkte in der Fabrikationsplanung und die Chronologie der Umweltaktivitäten des Unternehmens ist bis ins Jahr 1991 zurück zu verfolgen. So ist es gelungen, 2012 mit der „Entwicklung des ersten lösungsmittelfreien Klebers zur Verarbeitung flexibler elastomerer Dämmstoffe“ einen großen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wer die Möglichkeit hatte das Werk in Friesenhofen zu besichtigen, konnte sich von den Arbeitsbedingungen ein Bild machen. Einige Bereiche sind im Zweischichtbetrieb aktiv und in Stoßzeiten ist auch bei einem Dreischichtbetrieb noch die Basis der humanen Betriebsführung oberstes Gebot.

Manfred Schubert

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kempten – Das Haus International erfüllte auch an diesem Abend seine Mission als interkulturelles Zentrum der Stadt Kempten. Der recht gut besuchte …
Mongolei – Nomadenstaat im Spannungsfeld mit Urbanisierung

Kommentare