Chancen schwinden

Seit nunmehr mehreren Jahren schon beschäftigt der mögliche Bau eines Pflegeheims in der Scheggstraße Bauverwaltung und Stadtrat. Doch damit könnte nun Schluss sein: Per einstimmigem Beschluss hat der Stadtrat am vergangenen Donnerstagabend per Änderung des Bebauungsplans eine künftige Nutzung des Geländes für Wohnungen untersagt. Damit ist der Bau eines Pflegeheims mehr als unwahrscheinlich geworden.

Wie bereits mehrfach im KREISBOTEN berichtet, hatte sich die Planungsgesellschaft P1 aus Bad Friedrichshall schon vor geraumer Zeit an die Kemptener Stadtverwaltung gewandt, um auf dem unbebauten Gelände an der Scheggstraße ein Pflegeheim mit 138 Betten zu bauen. Das war seither allerdings nicht nur von der Mehrheit der Stadträte und der Bauverwaltung kritisch beobachtet worden. Auch Kemptener Altenheime waren gegen Neubau Sturm gelaufen, da ihrer Ansicht nach in diesem Bereich bereits eine Überversorgung in Kempten existiert. Allerdings nur aufgrund dessen hätte die Verwaltung den Bau des Heims jedoch nicht untersagen dürfen. Mit strengeren Auflagen in Sachen Lärmschutz in der viel befahrenen Straße ist dies jetzt jedoch möglich: So schreibt der geänderte Bebauungsplan einen Mindestabstand von 32 Metern für Wohnnutzung vor. Nicht betroffen davon ist allerdings das Haus Nr. 1, das hinter der bereits existierenden Lärmschutzwand steht. Eine Lärmschutzwand für die gesamte Scheggstraße fand aber bereits früher wegen städtebaulicher Bedenken keine Mehrheit. Keine Lösung in Sicht Und was sagt der Bauwerber dazu? Laut Baureferentin Monika Beltinger habe die Verwaltung den potenziellen Investor bereits informiert. Trotzdem liege für die Lärmschutzproblematik nach wie vor noch keine Lösung vor, erläuterte sie am Donnerstagabend. Die sei aber Grundvoraussetzung für eine Baugenehmigung. Das Pflegeheim unmittelbar an der Scheggstraße zu bauen, sei damit jedoch hinfällig.

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