Dannheimer sagt "Servus"

Nach 20 Jahren im bayerischen Landeskader wurde Thomas Dannheimer (Mitte) von BKB-Präsident Wolfgang Weigert (rechts) und Landesleistungssportreferent Wolfgang Seidel verabschiedet. Foto: privat

Thomas Dannheimer beendet seine sportliche Karriere. Der mittlerweile 30-jährige Athlet vom Karateverein Durach-Weidach tritt nach 20 erfolgreichen Wettkampfjahren vom Leistungssport zurück. Für den zweifachen Familienvater beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dem Karatesport bleibt er jedoch noch als Trainer in seinem Heimatverein und im bayerischen Landeskader erhalten.

Thomas Dannheimer begann seine Karatelaufbahn mit sieben Jahren beim Karateverein Durach-Weidach unter der Fittiche von Trainer Manfred Krusch. Trainiert wurde damals noch im Pfarrzentrum in Weidach und im Oro-Saal in Durach. Krusch erkannte schon nach kurzer Zeit, dass in dem Jungen großes Potenzial schlummerte. „Thomas trainierte mit viel Fleiß und Einsatz, er war sehr diszipliniert und er beherrschte die Koordination, die im Karate sehr wichtig ist“, blickt Krusch auf die Anfangszeit zurück. So durfte Dannheimer bald in der Leistungsgruppe mittrainieren und startete im Jahr 1992 das erste Mal auf der Schwäbischen Meisterschaft, damals in Marktoberdorf. Dort machte er gleich von sich reden: Er holte sich bei den Kindern zwei Titel, im Kata (Formenkampf) Einzel und mit der Mannschaft. Von da an ging seine Karriere steil nach oben. Erst wurde er in den schwäbischen Bezirkskader und später auch in den bayerischen Landeskader aufgenommen, wo er 20 Jahre lang gute Leistungen vollbrachte. Auch im Bundeskader war er mehrere Jahre. Als Bundeskader-Athlet erreichte er im Jahr 2002 seinen Höhepunkt, als er im Kumite (Freikampf) bis 60 Kilo in Koblenz Junioren-Europameister wurde. „Da gab es davor in Bayern noch keinen“, so Krusch. Nach diesem Erfolg ruhte sich Dannheimer aber keines Wegs auf seinen Lorbeeren aus, sondern trainierte hart und diszipliniert weiter. So kamen noch viele weiter Erfolge hinzu (siehe Infokasten). Würdig verabschiedet Die Verantwortlichen des bayerischen Landeskaders, Präsident Wolfgang Weigert und Landesleistungssportreferent Wolfgang Seidel, bedankten sich bei Dannheimer, für seinen jahrelangen Einsatz mit der Ehrennadel in Silber des Bayerischen Karate Bundes. Von der Karatebildfläche verschwinden wird Dannheimer allerdings nicht. „Ich bleibe der Karatewelt erhalten und gebe als Landestrainer der Schüler und im Dojo Durach-Weidach mein Bestes“, sagt er. Vor allem aber möchte der 30-Jährige ein guter Familienvater sein und Zeit mit seiner Frau und den zwei Kindern verbringen. Die Erfolge: Danprüfungen (Schwarzgurt): 1998: 1. Dan 2002: 2. Dan 2007: 3. Dan Nationale Meisterschaften: 40 x Schwäbischer Meister 27 x Bayerischer Meister 5 x Deutscher Meister 5 x Deutscher Vizemeister 8 x Dritter bei der DM Internationale Meisterschaften: Nekar Cup 1999: 1. Platz Kata, 1. Platz Kumite Bavarian Open: 3 x 3. Platz Kumite Krokoyama-Cup 2000: 1. Platz Kumite, 2. Platz Kata World-Cup in Ungarn 1994: 10. Platz Kumite Italien Open 2002: 3. Platz Kumite Austrian Open: 1 x 2. Platz und 2 x 3. Platz Kumite German Open 2001: 1. Platz Kumite German Open 2002 und 2003: 3. Platz Kumite Europameisterschaften: EM in Estland 2002: 7. Platz Kumite EM in Koblenz 2002: Junioren-Europameister Weltmeisterschaften: WM in Madrid 2002: 9. Platz Kumite

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