"Das war alles sehr spannend"

Nach 25 Jahren Heinz Buhmann an der Spitze der Festwochen-Organisation waren die Fußstapfen groß, in die Martina Dufner-Wucher im Frühjahr nach ihrer Bestimmung zur neuen Festwochen-Chefin treten musste. Doch die symphatische und immer freundliche Dufner-Wucher ist den Erwartungen gerecht geworden – die 60. Allgäuer Festwoche war wie in den Jahren zuvor einmal mehr ein Erfolg. Im KREISBOTE erzählt Dufner-Wucher, wie sie ihre erste Festwoche als Chefin erlebt hat.

Frau Dufner-Wucher, wie oft waren Sie heuer mit Ihren Kindern auf der Festwoche? Dufner-Wucher: „Mit meiner Familie war ich zwei Mal auf der Festwoche. Einmal beim Lichterfest und einmal zum Besuch der Wirtschaftsausstellung. Anschließend haben wir uns noch gemeinsam einige Aufführungen auf der Bühne im Stadtpark angeschaut.“ Wie war es für Sie, zum ersten Mal nicht als Besucher, sondern als Veranstalterin dabei zu sein? Dufner-Wucher: „Natürlich sehe ich die Festwoche jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel. Im Vordergrund stehen da organisatorische Abläufe, die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und welche Angebote wie angenommen werden.“ Wieviele Stunden pro Tag haben Sie auf dem Gelände verbracht? Dufner-Wucher: „Das war unterschiedlich, acht bis 15 Stunden pro Tag.“ Was genau macht eine Festwochen-Organisatorin eigentlich während der Festwoche? Dufner-Wucher: „Auch während der Festwoche sind noch Detailabstimmungen erforderlich, zum Beispiel bei den Veranstaltungen im Residenzinnenhof oder dem Lichterfest. Ich habe eine Vielzahl von Gesprächen mit unseren Vertragspartnern geführt, also mit den Ausstellern, Gastronomen, mit unserem Sicherheitsdienst oder mit der Reinigungsfirma. Außerdem hatte ich Termine mit der Presse und mit dem Bayerischen Fernsehen, die für Übertragungen von der Festwoche gedreht haben. Das Thema Sicherheit war ein zentrales Thema. Hierzu gab tägliche Besprechungen mit allen Beteiligten, also Polizei. Feuerwehr, Sanitätern, Sicherheitsdienst und Allgäuer Brauhaus.“ Was hat Sie heuer am meisten an der Festwoche beeindruckt? Dufner-Wucher: „Beeindruckt war ich vom Eröffnungstag. Da ich bei den Vorbereitungen dabei war, war es für mich sehr spannend zu sehen, wie alles dann tatsächlich abläuft. Highlight war für mich das Höhenfeuerwerk samt dazugehörigem Programm. Auch das Flair der Veranstaltungen im Residenzinnenhof hat mich sehr beeindruckt.“ Sie waren heuer ja nun direkt in alles involviert. Was sollte Ihrer Ansicht nach für die Zukunft diskutiert oder verbessert werden? Dufner-Wucher: „Das Sicherheitskonzept muss weiterentwickelt werden; hier ist die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten von zentraler Bedeutung. Natürlich werden wir auch daran arbeiten, die Serviceangebote für die Besucher den Anforderungen anzupassen. Es gilt die Balance zu finden zwischen Wirtschaftsausstellung und Volksfest. Unser Ziel ist es, die Wirtschaftsausstellung kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Produkte und Themen anzubieten, die die Menschen interessieren.“ Was ist dieses Jahr nicht so gut gelaufen? Wo gilt es für die Zukunft anzusetzen? Dufner-Wucher: „Insgesamt bin ich zufrieden. Am Mittwoch und am Donnerstag – der heißeste Tag des Jahres – wären mir etwas niedrigere Temperaturen lieber gewesen.“ Hat sich die heuer zum ersten Mal angwandte Festwochen-Verordnung denn bewährt? Dufner-Wucher: „Alle Beteiligten am Sicherheitskonzept haben bestätigt, dass sich diese Verordnung bewährt hat. Wichtig sind dabei natürlich die Kontrollen. Die Gespräche mit der Polizei und dem Jugendamt haben aber auch bestätigt, dass hier eine präventive Wirkung erzielt werden konnte.“

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