"Das wäre wünschenswert"

Die Stadtverwaltung und die Heimleiterin der Seniorenbetreuung Altstadt (SBA) stehen offenbar kurz vor der gütlichen Trennung: „Wir sind guter Hoffnung”, sagte Wolfgang Klaus, Leiter des Referats III am Montagvormittag gegenüber dem KREISBOTEN. Die Stadtverwaltung habe dem Anwalt der Frau ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Mit einer Antwort rechnet Klaus rechnet daher bis Ende dieser Woche.

Wie mehrfach berichtet, hatte die Stadtverwaltung die Leiterin der SBA im November suspendiert, da die Stimmung der Mitarbeiter in dem Seniorenheim immer schlechter geworden war. Schuld daran ist ein seit längerem schwelender Streit zwischen Heimleitung und Personalrat, der zu einer Spaltung der Belegschaft geführt hat. Die Heimleiterin war nach ihrer Suspendierung vor Gericht gezogen und hatte Recht bekommen. Seit vorvergangenen Freitag verrichtet sie daher wieder wie gehabt ihren Dienst als Leiterin der Senioreneinrichtung. Angebot steht Doch damit könnte nun bald endgültig Schluss sein: Da die Verwaltung weiterhin auf die Trennung besteht, hat sie der Frau bzw. deren Anwalt in der vergangenen Woche einen neuerlichen Vorschlag zur gütlichen Trennung unterbreitet. „Das Angebot ist gemacht”, erklärte Wolfgang Klaus am Montag auf Anfrage. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns einigen können.” Mit einer Antwort rechne er bis zum Ende dieser Woche. Kein Sündenbock Dass man sich trennen wolle, bedeute allerdings nicht, dass man der Frau die alleinige Schuld an den Vorfällen in der SBA gebe, betonte der Stadtdirektor am Montag mehrmals. Vielmehr sehe er auch den Personalrat und dessen Vorsitzende in der Mitverantwortung. Gegen die Mitarbeitervertretung und ihe Vorsitzende läuft wie bereits berichtet vor dem Verwaltungsgericht München ein von über der Hälfte der Mitarbeiter initiiertes Abwahl-Verfahren. „Jede Seite hat einen Beitrag zur Spaltung des Personals geleistet”, erläuterte Klaus. Unter diesen Umständen könne es eigentlich keine konstruktive oder vertrauensvolle Zusammenarbeit in der SBA mehr geben – genau die sei aber das Ziel von Verwaltung und Stiftung. „Wenn ein Rücktritt des Personalrats den Weg dahin ebenen würde, wäre das wünschenswert”, betonte er. Die Vorsitzende des Personalrats war am Montag trotz mehrfacher Anfrage durch den KREISBOTEN für eine Stellungnahme zu den Vorgängen erneut nicht erreichbar.

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