Im Dauereinsatz

Zahlreiche Einsätze hatte die Polizeiinspektion Kempten in der Nacht zum Heiligabend vor einer Kemptener Diskothek zu bewältigen. Vom „Weihnachtsfrieden“ spürten die Beamten nichts. Nahezu alle Streifen waren im Zeitraum von 1 bis 4.30 Uhr im Bereich der Disko vor Ort. Grund für die Streitigkeiten waren dem Polizeibericht zufolge übermäßiger Alkoholkonsum in Verbindung mit dem „zwangsläufig verändertem Ausgehverhalten“. Derzeit kann die Polizei eine Bilanz von zehn Strafanzeigen vorweisen, die sich im Laufe der Ermittlungen noch verdoppeln könnte.

Gleich zu Beginn hatte es der Türsteher mit einem angetrunkenen Gast zu tun, woraufhin er die Polizei rief. Kurz darauf wurde ein betrunkener 20-Jähriger auf einem Gehweg liegend gefunden. Er kam zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus. Keine halbe Stunde später wollte sich eine größere Gruppe Zutritt zur Disko verschaffen. Sie konnte des Platzes verwiesen werden. Aufgrund der jedoch immer noch aufgeheizten Stimmung zeigten die Beamten eine Stunde starke Polizeipräsenz. Die eingesetzten Beamten wurden bedrängt und provoziert. Einen 23-Jährigen, der zuvor schon aufgefallen war, nahm die Polizei in Gewahrsam, nachdem er nach einer Beleidigung gegenüber einer Streife seine Personalien verweigerte. Nach Entlassung aus dem Gewahrsam zeigte der Täter anfängliche Reue, beleidigte aber beim Verlassen der Inspektion nochmals die Wachbeamten. Ein 24-jähriger Mann beschädigte gegen 3.15 Uhr einen Dienst-Pkw, indem er provokativ seine Zigarette auf der Motorhaube des Streifenwagens ausdrückte. Kurze Zeit später konnten im näheren Bereich mehrere junge Männer festgestellt werden, die zuvor vor der Diskothek negativ aufgefallen waren. Insgesamt schlugen sich sechs männliche Personen im Alter zwischen 19 bis 35 Jahre. Die Ursache hierfür konnte vor Ort nicht geklärt werden. Der Hauptaggressor wurde in Gewahrsam genommen. Ein 25-jähriger junger Mann, der einen Streit schlichten wollte, wurde letztendlich selber zum Opfer. Zwei bislang unbekannte Täter brachten ihn mit einem Faustschlag zu Boden. Die Streife wurde zudem darauf hingewiesen, dass ein 19-jährgier junger Mann von einem 23-jährigem mit einem Messer bedroht worden sei. Die Polizei fand den Täter jedoch nicht.

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