"Die Lücke schließen"

Das Gewerbegebiet Ursulasried soll nach dem Willen von Verwaltung und Haupt- und Finanzausschuss (HFA) eine Internet-Breitbandanbindung bekommen. Eine Infrastrukturlücke, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses, soll sich damit schließen. Rund 30000 Euro soll die Stadt der Anschluss kosten. Derzeit prüft die Verwaltung Angebote verschiedener Firmen, die den Anschluss vornehmen könnten.

200 Ursulasrieder Firmen habe die Verwaltung schriftlich zu ihrem Breitband-Bedarf befragt, 47 haben geantwortet und das mit teils heftigen Beschwerden, so Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung im Ausschuss. Die Umfrage hatte einen bestimmten Sinn, denn sie war der erste Schritt, den der Freistaat verlangt, um im Rahmen der Breitbandinitiative Fördergelder locker zu machen. Den Breitband-Bedarf muss die Stadt auf diesem Wege nachweisen. Es winkt eine Förderung von 70 Prozent – bei veranschlagten Kosten von 100000 Euro könnte die Stadt das Gewerbegebiet also für 30000 Euro mit einer schnellen 16 Megabit-Leitung versorgen. Für einige Firmen sei die jetzige Situation mit teilweise nur 128 Kilobit-Kapazitäten „beinahe schon Existenz gefährdend“, so Schießl. Nebenbei sollen auch die Bürger von Ursulasried und Leubas von der Aufrüstung profitieren. Nun fehlt nur noch ein Anbieter, denn „mit ein bisschen Software ist es nicht getan, es sind gröbere Arbeiten von Nöten“, erklärte Schießl. Die Telekom und M-Net nannte Schießl als mögliche Kandidaten. Mittlerweile liege von M-Net auch ein Angebot vor, ebenso von verschiedenen Firmen, die Richtfunk-Lösungen anbieten, erklärte Schießl am Freitag auf Nachfrage des KREISBOTE. Diese kabellose Methode sei aber „immer problematisch für Gewerbegebiete“, erklärte er. Ein Faktor seien auch die Kosten, die für die ansässigen Firmen mit dem Anschluss verbunden seien. Noch keine Rückmeldung gebe es von der Telekom, die Verwaltung erwarte jedoch auch von deren Seite ein Angebot. Bis zum Winter, betonte Schießl, soll die Breitbandversorgung für das Gewerbegebiet stehen. Mit dem einstimmigen Beschluss des HFA ist der Weg aus städtischer Sicht jedenfalls frei.

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