"Die sicherste Geldanlage"

Manchmal lohnt es sich, einfach still zu sitzen und auf die geistige Erleuchtung zu warten. Wenn es allerdings um Kinder, Bildung, Zukunft und beachtlich viel Geld geht, ist der Rat von Fachleuten unumgänglich. Aus diesem Grunde wurde die Projektgruppe „Bildung und Region“ aus Bonn damit beauftragt, das Schulzentrum genau unter die Lupe zu nehmen und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den einzelnen Schulleitungen ein tragbares Zukunftskonzept zu erarbeiten.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit kann sich sehen lassen. Oswald Längst, der Leiter des Hauptamts, hat kürzlich den Gemeinderat informiert. Nach seinen Unterlagen ist die Planung im Schulzentrum auf 58 Klassen ausgerichtet. Die Grundschule werde in den kommenden Jahren dreizügig, die Realschule vierzügig, die Hauptschule zweizügig und das Gymnasium dreizügig. Die Eduard-SchlegelSchule werde den Betrieb mit sechs Klassen weiter führen und die Kaufmännische Berufsfachschule soll vor Ort bleiben. Für entsprechend gut ausgestattete Fachräume sei ebenfalls zu sorgen. Aus der Studie gehe auch hervor, dass die Isnyer Schule die Einpendler aus den Randgebieten brauche, um einen ordentlichen Schulbetrieb an der Realschule und am Gymnasium zu erhalten. Eine ganze Reihe von Sofortmaßnahmen sei notwendig und die wurden vom Architekten Paul Rupf-Bolz anhand der ausgearbeiteten Pläne ausgiebig erklärt. Das wird natürlich erst zu realisieren sein, wenn die nun vom Gemeinderat beschlossene Detailplanung realisiert worden ist. Auf alle Fälle soll in den Sommerferien des kommenden Jahres die erste Bauphase beginnen. Sofort müssen hingegen die Erweiterung am Gymnasium, die Umstrukturierung an der Real-, Sonder- und Grundschule und der Bau der neuen Mensa erledigt werden. Die braucht mehrere Nebenräume für die Ganztagesbetreuung und darf nicht nur eine mittägliche Suppenküche darstellen. Dafür sind größere Umzüge in den bestehenden Räumen notwendig. Die Grundschule bekommt einen in sich abgeschlossenen Bereich, die Hauptschule wird in den jetzigen Bereich der Grund- und Förderschule umgelagert und rückt dichter an die Realschule. Für diese zwei Schulen ist im späteren Verlauf die Zusammenlegung der naturwissenschaftlichen Fachräume zur effektiveren Nutzung angedacht. Da in der von Rupf-Bolz vorgetragenen Studie die Bauabschnitte jeweils größere Dimensionen bekommen werden, sollen Unterrichtscontainer angemietet werden, damit ein ordentlicher Schulbetrieb in der ganzen Umbauphase möglich bleibt. Einigkeit im Gemeinderat Die Kosten werden die Stadt beachtlich belasten, sind aber auch durch eine rund sechzigprozentige Kostenübernahme durch das Land auf ein erträgliches Maß gemildert. Insgesamt rechnet die Stadt mit Bau- und Umbaukosten von 11,2 Millionen Euro. Wenn Isny also gleichzeitig auch das Dorfgemeinschaftshaus in Beuren für das kommende Jahr vorgesehen hat und für Planungen oder Baubeginn im Feuerwehrbereich gerade stehen will, ist nach den Einnahme- und Ausgabenprognosen für das kommende Jahr nicht mehr viel Spielraum drin. Alle Fraktionen des Gemeinderates haben einstimmig den Plänen und Kostenanalysen zugestimmt. Nach Meinung aller ist die Investition in die Zukunft und die damit verbundenen energetischen Maßnahmen im Rahmen der Gebäudesanierungen am alten Bestand die sicherste Geldanlage überhaupt. Die Pläne und Abläufe sind auch auf der Internetseite der Stadt in Kürze einzusehen.

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