Im Dienst der Allgemeinheit

Wenn die Feuerwehren aller Teilorte zur gemeinsamen Versammlung in das Isnyer Feuerwehrhaus einrücken, dann wird es eng im Raum. So geschehen vergangene Woche. 184 aktive Mitglieder und Ehrengäste wie die Kommandanten von Maierhöfen und Gestratz, Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Bürgermeister Rainer Magenreuter sowie Vertreter der einzelnen Fraktionen im Gemeinderat und des Deutschen Roten Kreuzes fanden in der unteren Fahrzeughalle gerade noch Platz.

Das Stundenaufkommen der ehrenamtlichen Leistungen ist enorm, erklärte Stadtbrandmeister Albert Morgen im Rahmen seines Jahresberichts. 2168 Stunden für Einsätze, 2224 Sunden für Proben, 996 für Lehrgänge und Fortbildungen bildeten den größten Teil der 6621 Stunden, die die Feuerwehr im vergangene Jahr für die Allgemeinheit im Einsatz war. Damit sind die Teilorte noch gar nicht mitgerechnet. Rechne man mit 50 Euro für jede geleistete Stunde, dann haben die Feuerwehrkameraden in Isny allein stolze 331050 Euro ehrenamtliches Engagement geleistet, so Morgen. Einen Wink richteten die Feuerwehrvertreter an die Verwaltung und den Gemeinderat, nun endlich dem Erweiterungsbau des bestehenden Gebäudes zuzustimmen. Die Kosten des Längsbaus wird mit rund 1,6 Millionen Euro beziffert, der Zuschuss der Kreisfeuerwehr aus Landesmitteln von 250000 Euro kann nur noch bis zum 30. Juni problemlos gehalten werden. Denn eine Verlängerung zu erreichen, ist angesichts der recht beschränkten Mittel von 800000 Euro für den ganzen Landkreis kaum zu verantworten. Auch die Feuerwehr sucht nach Einsparmöglichkeiten und kommt im Augenblick auf rund 60000 Euro, die sie in Eigenleistung erbringen könnte. Am 4. Mai steht der Erweiterungsbau jedenfalls beim Gemeinderat auf der Tagesordnung und die Entscheidung wird fallen müssen. Auf den Ernstfall vorbereiten Alle reden vom Tunnel, die Feuerwehr aber wird es richten müssen, wenn es dort drinnen auf der B12-Umfahrung einmal rumpeln sollte. Die Tunnelstrecke wird mit einem Monitor von der Einsatzzentrale in Ravensburg aus überwacht. Zeigt sich auf dem Monitor Rauch oder geschieht ein schwerer Unfall, dann setzen sich die Wehren der Umgebung, vor allem aus Isny, in Bewegung. Rund 180 Mann werden dann vor Ort sein, 18 Fahrzeuge versuchen den Tunnel zu erreichen und der aufgestaute Verkehr dürfte eines der Hauptprobleme werden. Üben, üben, üben steht deswegen auf dem Programm. Ortsfremde Feuerwehren müssen eingewiesen werden, Atemschutzübungen sind nötig und jeder wünscht sich, dass es nie zum Einsatz kommet. Große Ehre für Landsbeck Einige Floriansjünger durften sich über Ehrungen für ihre Verdienste freuen. Das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Hein Halberstadt, Günter Kurringer, Franz Mayer und Martin Weber. Das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienst ging an Claus Frey, Wolfgang Landsbeck, Helmut Müller und Roland Schuhwerk. Zu Feuerwehrleuten ernannt wurden Mathias Ascher, Alexander Bastian, Mathias Biggel, Johannes Burghart, Rolf Geromiller, Christian Hengge, Benjamin Menz, Andreas Pisch, Markus Rüdlin, Emmanuel Schwenk, Saskia Schubert, Andreas Wilczek und Florian Zengerle. Oberfeuerwehrmann dürfen sich Alexander Krug und Martin Seel nennen. Neue Hauptfeuerwehrmänner sind Heribert Höß, Stefan Neumann und Lukas Pfeiffer. Richard Maidel und Markus Steible sind ab sofort Löschmeister und Fredy Wägele ist Hauptlöschmeister. Eine besondere Ehrung wurde Georg Landsbeck zuteil, den der Gemeinderat zum Ehrenkommendanten der Freiwilligen Feuerwehr Isny ernannte. Landsbeck trat am 1. Januar 1968 in der Abteilung Rohrdorf in den Dienst ein und war von 1983 bis zum vergangenen Jahr als Kommandant tätig.

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