Dienstbesprechung der obersten Feuerwehrler in Kempten

Schwabens Feuerwehren topfit

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Anwesend neben rund 60 Führungskräften der Feuerwehren Schwaben waren (v.li.) auch Kreisbrandrat und Vorsitzender der Berufsfeuerwehr Schwaben Michael Seger und von der Regierung Schwaben, die Leitende  Regierungsdirektorin des Sachgebietes für Sicherheit und Ordnung, Ingeborg Steinmetz-Maaz, Abteilungsdirektor des Bereiches Sicherheit, Kommunales, Soziales Peter Roos, und Brandamtsrat und Fachberater für Brand- und Katastrophenschutz, Josef Schmid.

Kempten – Jedes Jahr versammeln sich die Feuerwehrführungskräfte des Regierungsbezirks Schwaben, darunter Kreisbrandräte, Stadtbrandräte und Inspektoren, zur obligaten Dienstbesprechung. Heuer war es an der Allgäumetropole Kempten, Gastgeber der obersten Feuerwehrleute Schwabens zu sein.

In der Hauptfeuerwache in der Rottachstraße sprachen dann Vertreter der Regierung von Schwaben zu den rund 60 erschienenen Führungskräften der „Floriansjünger“. Dabei ging es unter anderem um aktuelle Themen wie die Nachbetrachtung des schweren Zugunglücks Anfang diesen Jahres in Bad Aibling. Kreisbrandrat Richard Schrank, der Einsatzleiter beim Unglück vor Ort in

Oberbayern war, sprach zu seinen schwäbischen Kollegen über die Erfahrungen der örtlichen Einsatzkräfte bei der Rettung und Bergung der vielen Verletzten und leider auch Toten am damaligen Unglücksort.

"Zuschusswesen läuft erfolgreich und gut"

Hernach berichtete eine Vertreterin der Regierung von Schwaben über die bereits vergebenen finanziellen Mittel des laufenden Jahres an die Feuerwehren im Land Schwaben. Dabei wurden 37 Millionen Euro für Fahrzeuge und Gerät bereitgestellt, 700.000 Euro für Neubauten wie zum Beispiel Feuerwehrgerätehäuser oder komplette Feuerwachen, wie unter anderem auch in Sankt Mang, 50.000 Euro für Hilfeleistungssätze bestehend aus Spreize, Rettungsschere und Hydraulik, sowie 120.000 Euro für Wärmebildkameras zum Auffinden von vermissten Personen oder zur Glutkontrolle. Michael Seger, Kreisbrandrat und Vorsitzender des Berufsfeuerwehrverbandes Schwaben: „Die aktuellen Fahrzeuge sind durch den technischen Fortschritt derart stabil geworden, dass eine Anschaffung zeitgemäßer Hilfeleistungsssätze dringend erforderlich wurde.“ Weitere 600.000 Euro wurden in die Anschaffung von Gerätewagen-Gefahrgut (GW-Gs) investiert.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren die geplanten Änderungen beim Bayerischen Feuerwehrgesetz. Auch über die geplante Umrüstung im Feuerwehr- und Hilfsdienstbetrieb auf Digitalfunk wurde gesprochen. Die beiden Funknetze Schwaben Nord und Schwaben Süd/West mit den Bereichen Donau/Iller und Kempten/Allgäu realisieren sukzessive die Umrüstung auf die digitale Technologie, die abhörsicher ist und über GPS geortet werden kann. Des weiteren gibt es eine Notruffunktion und später die theoretische Möglichkeit der Datenübertragung, zum Beispiel auch von Bildern.

Bei Kaffee und Kuchen fand das Treffen der Führungskräfte der Feuerwehren Schwabens und der Verantwortlichen der Regierung Schwaben nach der eigentlichen Dienstbesprechung seinen gemütlichen Ausklang.

Jörg Spielberg

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