Diskussion um Residenzhofveranstaltungen im Werkausschuss

"Vorbote" für Festwoche?

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Das Gemeinschaftskonzert des Musikvereins St. Mang ist jedes Jahr ein fester Programmpunkt der Residenzhofveranstaltungen.

Kempten – Wie soll es weitergehen mit den Veranstaltungen im Residenzhof während der Allgäuer Festwoche? Diese Frage stellte Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher vergangene Woche den Mitgliedern des Werkausschusses, um verschiedenen Ideen zu sammeln. Auch die Fraktionen sollen sich nun mit dieser Frage beschäftigen.

Es stehe nicht zur Debatte, ganz auf die Veranstaltungen zu verzichten, stellte Dufner-Wucher klar. Und auch OB Thomas Kiechle betonte, dass die Residenzhofveranstaltungen ein fester Bestandteil der Festwoche seien, auf die man nicht verzichten wolle. In den vergangenen Jahren fanden jeweils fünf bis sechs Veranstaltungen im Residenzhof während der Allgäuer Festwoche statt – gesetzt waren die Residenzhofserenade, das Gemeinschaftskonzert des Musikvereins St. Mang sowie die Vernissage zur Kunstausstellung. Im Schnitt kamen 300 bis 400 Besucher. Die Eintrittspreise lagen bei rund 15 Euro pro Karte.

Die Kosten für Aufbau, Technik, Personal und sonstige Ausgaben belaufen sich jährlich auf circa 45.000 Euro, dem gegenüber stehen Einnahmen (inklusive Sponsoring) von rund 17.000 Euro. „Wir machen mit den Residenzhofveranstaltungen fast 30.000 Euro Minus pro Jahr“, so Dufner-Wucher. „Trotz intensiver Bemühungen“ sei es richtig schwierig das Programm zusammen zu stellen. Am besten hätten immer die Konzerte mit regionalen Künstlern wie zum Beispiel Blues Brothers oder Rainer von Vielen geklappt. Für das kommende Jahr schlug die Festwochenleiterin vor, neben den drei gesetzten Veranstaltungen nur noch zwei weitere zu organisieren und sich dabei auf regionale Künstler/Gruppen zu konzentrieren.

„Früher konnten mit dem Programm im Residenzhof diejenigen aufgefangen werden, die nicht mehr auf das Festwochengelände kamen“, erinnerte Ullrich Kremser (FDP). Durch das neue Einlasssystem sei dies nicht mehr nötig. Für ihn stehen Festwoche und Residenzhofveranstaltungen in Konkurrenz. Gleicher Meinung ist auch Festwochenbeauftragter Hans-Peter Hartmann (FW) und schlug vor, die Residenzhofveranstaltungen künftig als „Vorbote zur Festwoche“ zu veranstalten. Diesen Vorschlag fanden auch Klaus Knoll (FW), Andreas Kibler (CSU) und Susanne Vanoni (Grüne) gut. Einverstanden waren sie auch damit, auf regionale Künstler zu setzen.

Helmut Berchtold sieht das Hauptproblem darin, dass sich die Festwoche überregional nicht richtig vermarkte. Für Kibler ist eine Ursache der oft überschaulichen Besucherzahlen, dass das Programm auf der Bühne im Stadtpark in den letzten Jahren immer besser wurde.

Ingrid Vornberger (SPD) meinte, dass man bei der Programmwahl eher die Menschen mittleren Alters bzw. Ältere im Auge haben sollte, „ich glaube nicht, dass man die Jugend reinbringt“.

Zusammenfassend meinte Kiechle abschließend, dass der Blick auf regionale Künstler der richtige Blick sei, eine Preiserhöhung kein Thema sei und dass man sich beim Marketing weiterentwickeln müsse. Er bat darum, dass in den Fraktionen weiter über dieses Thema diskutiert werden sollte.

Melanie Weidle

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