Dittmann hält durch

Rüdiger Dittmann beim Zieleinlauf in Lörrach. Der Kemptener war in 17 Tagen 1200 Kilometer durch Deutschland gelaufen. Foto: privat

Er hat es geschafft: Rüdiger Dittmann hat durchgehalten und am Mittwoch vergangener Woche das Ziel des Deutschlandlaufes 2010 erreicht. 1200 Kilometer hatte der Kemptener dabei in 17 Tagen vom Kap Arkona auf Rügen bis Lörrach bewältigt und lief, wie er am Montag gegenüber dem KREISBOTEN erzählte, als Vierter über die Ziellinie.

Am Anfang sei er wie viele andere der ursprünglich 29 Starter, von denen 16 das Ziel erreichten, „sehr euphorisch“ und wohl auch ein bisschen zu schnell angegangen, resümierte Dittmann. Der Tiefpunkt kam dann am achten Tag. „Da hatte ich nach zehn Kilometern am ersten Verpflegungsstand eigentlich schon aufgegeben.“ Da er jedoch noch über eine Stunde warten musste bis alle Läufer durch waren und der Stand abgebaut wurde, entschied er sich doch weiter zu laufen. „Ich habe mir jedoch vorgenommen, dass ich ab jetzt nur noch laufen werde. Sobald ich eine Gehpause einlegen hätte müssen, hätte ich aufgegeben“, erläuterte der Wiggensbacher Bürgermeisterkandidat. Er habe es aber ge- schafft ab da durchzulaufen und nur an den Verpflegungsstationen Pausen zu machen. Für den Tiefpunkt verantwortlich war seiner Meinung nach eine Erkältung, die er sich eingefangen hatte. Und auch die Füße und Knie hätten natürlich geschmerzt. „Drei Tage bin ich grad so an die Startlinie gehumpelt und wusste nicht ob und wie ich eigentlich loslaufen sollte“, beschrieb Dittmann seinen Zustand während des Laufes. Nachdem er den Tiefpunkt überstanden hatte, sei es leichter geworden, obwohl man die Strapazen der Vortage in den Knochen hatte. „Das Ziel rückte immer näher und die Etappen wurden kürzer – mental war es dann einfacher zu laufen.“ Er habe sogar noch Etappensiege geholt. "Andere Eindrücke" Eindrücke hat Dittmann auf der Strecke auf jeden Fall reichlich gesammelt. Beim Laufen nehme man ganz andere Eindrücke vom Land wahr als im Auto sitzend, schilderte er. Verwundert habe ihn, dass es teilweise immer noch so große Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesländern gebe. „Toll“ fand der Grünen-Politiker die verschiedenen Regionen, die er durchlaufen hat. „Ich habe viel von Deutschland gesehen“. Jetzt sei er wieder in den Alltag zurückgekehrt und merke, was für eine isolierte Welt der Lauf gewesen sei, so Dittmann am Montag. Auswirkungen des Laufs, wie die Müdigkeit, spürt er auch noch. Außerdem kuriere er gerade noch seine Erkältung aus.

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