Italienische Klassiker kommen gut an

Süße Musik

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Der italienisch-leichten Sogwirkung von „I Dolci Signori“ kann sich bei der Italienischen Nacht des „APC-Sommers“ wohl kaum einer entziehen.

Kempten – Witz, Charme, Lebensfreude und dazu ein meist groovender italienische Gassenhauer nach dem anderen. Das ist das Rezept der „I Dolci Signori“. Und es wirkte auch bei den rund 250 begeisterten Italo-Pop-Fans, die zur Italienischen Nacht des APC-Sommers in den Tempelbezirk gekommen waren.

Dafür dass sich die Veranstalter – Kleinkunstverein Klecks und Kemptener Kulturamt – trotz des unsicheren Wetters gegen die sichere, weil überdachte Raumalternative in den Kleinen Thermen entschieden hatten, kann man sie eigentlich nur beglückwünschen. Der stellvertretende Kulturamtsleiter Martin Fink meinte zwar anfangs noch optimistisch: „Der Wetterbericht hat Regen ab 23.15 Uhr gemeldet“. Das ein oder andere Mal war dann aber doch der Griff zum Regenschutz nötig – im Allgäu ja in der Regel eh unspektakulärer Teil der Standardausrüstung. Der sich kontinuierlich steigernden Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch.

Dabei erwies sich das Publikum als erstaunlich textfirm und unterstützte das sechsköpfige, musikalische Stimmungsteam auf der Bühne gesanglich nach Leibeskräften: „Aha aha“, erklang es schwungvoll unisono bei „A far l’amore comincia tu“ von Raffaela Carrà. Ja, das war ein Abend an dem so manche Urlaubserinnerung wieder auferstehen durfte, ob zu Adriano Celentanos „Azurro“, zum Disco-Hit „Sarà perche´ti amo“ von Ricchi e Poveri, dem ebenfalls 1970er Ohrwurm „Sempre Sempre“ vom Duo Al Bano & Romina Power, dem wunderbaren „Caruso“ von Lucia Dalla oder dem fetzig in Beine und Hüfte fahrenden „Viva la mamma“. Die beschwingten bis rockigen Aufgüsse aus den Repertoires von Ramazotti, Zucchero & Co. hatten es allesamt in sich und sorgten für mediterrane Leichtigkeit bei für Allgäuer Regenwetter erstaunlich milden Temperaturen.

Gesunde Mischung

Natürlich durfte auch „Laura non c’é“ nicht fehlen, auch wenn sich an den Namen des ursprünglichen Sängers „Nek“ vermutlich kaum jemand erinnern konnte. Dazwischen brillierten Gianni aus Kalabrien (Gesang und Gitarre), Sänger Rocky aus Apulien und die weiteren, vor allem im Regensburger Raum angesiedelten, „süßen Herren“ Ricardo (Gitarre, Stimme) Bernardo (Akkordeon, Piano), Michele (Schlagzeug, Percussion) und Ulitos am Bass nicht weniger mit eigenen Stücken.

Gute Laune trotz Regens

Die paar kleinen Regengüsschen hin oder her: Dem Bewegungsdrang des Publikums taten sie ebenso wenig Abbruch wie der guten Laune. Nur ein Umstand trübte dann doch die „Urlaubslaune“ von manch einem Besucher der italienischen Nacht vielleicht doch ein bisschen: Die kulinarischen Genüsse des Abends waren seitens des Caterers entweder so durchschlagend gut oder so knapp bemessen gewesen, dass sie schon vor Konzertbeginn leergefegt waren. Immerhin wurde zur Pause noch ein willkommenes kleines „Notprogramm“ für den Magen aufgelegt – und zumindest am untrennbar mit italienischer Lebensart verbundenen Wein war kein Mangel.

Christine Tröger

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