"Durch eigene Kraft zum Ziel"

Feiern das Jubiläum des Milchwirtschaftlichen Vereins Allgäu-Schwaben: BBV-Präsident Walter Heidl (v.l.), Thomas Kreuzer, Milchprinzessin Anna Weidinger, MV-Geschäftsführer Emmerich Heilinger, Erzabt Jeremias Schröder, OB Dr. Ulrich Netzer, MV-Vorsitzender Hans Epp und 2. Vorsitzender Ulrich Kraut. Foto: Läufle

„Der Milchwirtschaftliche Verein hat Maßstäbe gesetzt, er ist ein Aushängeschild für die Milchwirtschaft in Bayern“, sagte Staatsminister Thomas Kreuzer (CSU) am Freitag vergangener Woche bei der Festveranstaltung zum 125-jährigen Bestehen des Milchwirtschaftlichen Vereins Allgäu- Schwaben (MV). Mit rund 200 Gästen feierte der Verein dieses Jubiläum im Milchzelt der Allgäuer Festwoche.

„Der Milchwirtschaftliche Verein lebt.“ Mit diesen Worten begrüßte Vorsitzender Hans Epp die Gäste und versprach, dass der MV als Träger auch künftig alle Bemühungen unternehmen werde, um seine dazugehörigen Institutionen – Spitalhof, Melkerschule, Molkereischule und MUVA – aufrecht zu erhalten. Geschäftsführer Emmerich Heilinger brachte den Gästen die Geschichte des Vereins näher. Mit der Gründung des Vereins im Jahr 1887 sollte der Milchproduktion wie dem Futterbau, der Viehhaltung und der Viehzucht unter die Arme gegriffen werden. Die ersten Maßnahmen seien Hilfestellungen für den Bau von Sennereien, insbesondere auch Unterstützung bei der Organisation des Milchkaufs. „Durch eigene Kraft zum Ziel“ war 1887 das gewählte Motto des Vereins. „Ich finde, es hat nichts an Aktualität verloren“, betonte Heilinger. „125 Jahre Milchwirtschaftlicher Verein sind 125 Jahre Qualität und Fortschritt“, führte Thomas Kreuzer in seiner Ansprache aus. Die Gründer des Vereins hätten 1887 Pionierarbeit geleistet. Der Staatsminister richtete seinen Dank vor allem an die Allgäuer Landwirte, die die Landschaft „erhalten und pflegen“. Die Zukunft der bayerischen Milchwirtschaft liegt dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei zufolge in der Bündelung aller Kräfte und so wünschte er dem Milchwirtschaftlichen Verein noch „mindestens 125 weitere gute Jahre“. Herausforderungen erkannt Bei allen, die im MV Weitblick, Innovationskraft und Mut bewiesen haben, bedankte sich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). „Der Verein hat stets die Herausforderungen sich ändernder Strukturen und Märkte erkannt und durch seine Entscheidungen neue Perspektiven eröffnet“, betonte der Rathauschef. Seit seiner Gründung sei der Milchwirtschaftliche Verein die entscheidende Stütze in der Verknüpfung von Tradition und Fortschritt. „Bleiben Sie weiterhin so erfolgreich – für die Milchwirtschaft, für die Verbraucher, für unser schönes Allgäu“, meinte OB Netzer ab- schließend. „125 Jahre, da ist man kein Waisenknabe mehr“, meinte Erzabt Jeremias Schröder. Der Benediktinermönch der Erzabtei St. Ottilien stellte seinen Festvortrag unter das Thema „Die Kraft der Gemeinschaft“. Er würdigte die Leistung des Vereins, eine ganze Region geprägt zu haben. „Da stecken Lebensleistungen dahinter, für die wir dankbar sein sollten.“ Eine kluge Vereinsstruktur muss seiner Meinung nach echte Führung möglich machen. Daher sei es wichtig Rat anzunehmen, die Verantwortung dürfe dadurch jedoch nicht verdunkelt werden. Schröder dankte den „Vätern des Milchwirtschaftlichen Vereins“ und wies auf den „langen Atem“ der Mitglieder hin. „Wie viele Vereine haben denn so ein Jubiläum?“ fragte er und bedankte sich für die innere Dynamik, die den Verein auszeichne.

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