Durchwachsene Woche beim FCK

Dame Diouf (rechts) weist seinen Nachfolger Rainer Höbel bei dessen erstem Training ein. Foto: Emanuele

Der FC Kempten lässt den Worten bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun auch Tagen folgen: Am vergangenen Donnerstag zog der neue Vorstand den Insolvenzantrag zurück. Am gleichen Tag übernahm Rainer Höbel das Traineramt. Am Wochenende reichte es dann allerdings nur zu einem mageren 3:3-Unentschieden gegen Absteiger Ungerhausen.

Bereits in den Wochen zuvor hatten die Verantwortlichen des Kemptener Traditionsclubs Gespräche mit Gläubigern und Sponsoren geführt. Die neue Konzeption des Vereins scheint bei den Gönnern des Bezirksligisten gut angekommen zu sein. Die Gläubiger sind dem dem Verein ebenso entgegen gekommen. Die neue Vorstandschaft kann sich nun versuchen, den FC Kempten auf gesunder Basis fortzuführen, was aber immer noch ein schwieriges Unterfangen ist. Am selben Tag übernahm Rainer Höbel, seinerzeit Bayernligaspieler beim FC Kempten und FC Memmingen, das Traineramt von Spieletrainer Dame Diouf, der während des Insolvenzverfahrens als Interimstrainer eingesprungen war. Diouf bleibt dem FC Kempten aber als Spieler erhalten. Rainer Höbel ist in der Region kein Unbekannter. Er kennt die Fußballszene in Kempten und Umgebung. Damit haben bereits die Planungen für die kommende Saison begonnen, ganz gleich in welcher Liga der FC Kempten nächstes Jahr spielen wird. Mageres Remis Sportlich büßte der FC Kempten nach einem 3:3-Unentschieden beim bereits abgestiegenen SV Ungerhausen am Wochenende allerdings wichtige Punkte im Kampf um den letzten Nichtabstiegsplatz gegen den FC Heimertingen ein, der sein Spiel gleichzeitig gewann. Die Mannschaft des SV Ungerhausen spielte von Anfang an befreit auf und gingen innerhalb von zehn Minuten bereits mit 2:0 in Führung. Nach zwanzig Minuten Spielzeit nutzte Behr einen Abwehrfehler zum 2:1-Anschlusstreffer für den FC Kempten. FCK im Glück Auch in der zweiten Halbzeit spielte Ungerhausen besser. Glück hatte der FCK, als ein strammer Schuss der Heimmannschaft an die Unterlatte knallte, aber nicht den Weg ins Tor fand. Praktisch im Gegenzug traf Frenzl nach einem Pfostenabpraller zum 2:2-Ausgleich. Drei Minuten vor Schlusspfiff gelang dem SV Ungerhausen die 3:2-Führung. Erst in der Nachspielzeit konnte Hänschke durch sein Tor zum 3:3 wenigstens noch einen Punk retten, der am Ende noch ganz wichtig sein kann.

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