"Earth Hour" – Kempten als Teil der weltweiten Klimaschutz-Aktion

Licht aus fürs Klima!

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Für ihr Kerzen-Mandala hatten die Schüler des Hildegardis-Gymnasiums eine Weltkugel mit sechs Metern Durchmesser aufs Pflaster skizziert. Im Lauf des Abends stellten sie gemeinsam mit den Besuchern 700 braune und weiße Papiertüten mit Sand und Teelichten so auf die Skizze, dass diese eine leuchtende Weltkarte bildeten.

Kempten – Seit zehn Jahren gehen im Rahmen der „WWF Earth Hour“ in Tausenden von Städten auf der ganzen Welt für eine Stunde punktuell die Lichter aus. Die Teilnehmer wollen damit auf die Themen Energiesparen und den sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen hinweisen. Die Stadt Kempten beteiligte sich heuer zum vierten Mal an der Aktion. Gleichzeitig waren alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, für eine Stunde (oder auch länger) das Licht auszuknipsen.

Um Punkt 20.30 Uhr drückte Oberbürgermeister Thomas Kiechle gemeinsam mit der Center Managerin des Forum Allgäu, Ekaterina Avdosyeva, auf der Bühne auf dem August-Fischer-Platz einen großen roten Knopf und schaltete damit für 60 Minuten die Platzbeleuchtung sowie die Beleuchtung des Forum Allgäu und benachbarter Gebäude aus. Der erwartete Plötzlich-Dunkel-Effekt wurde durch die Notbeleuchtung im Innern des Einkaufszentrums sowie durch die Leuchtreklamen umliegender Geschäfte zwar abgeschwächt, aber es war schließlich das Signal das zählte.

„Mit dem Handeln eines einzigen Menschen kann sich viel bewegen“, sagte Kiechle. Er dankte „allen, die sich im Umwelt-, Klima-, Natur- und Ressourcenschutz betätigen.“ Kempten selbst wurde im November als nachhaltigste Stadt Deutschlands mittlerer Größe ausgezeichnet. „Ein wesentliches Kriterium war hierbei das Bemühen um den Klimaschutz“, so der Rathauschef. „Das ist eine Aufgabe, der wir uns täglich neu stellen müssen.“

Den Besuchern der „Earth Hour“-Aktion bot sich ein abwechslungsreiches Programm mit einem Unplugged-Konzert des Duos Terra Musica, einem Auftritt des Improvisationstheaters „Die Wendejacken“, einer Feuershow der „Cambodunum Food Jugglers“, Feuerpopcorn und Gesprächen. Die Schüler der Mittelstufe des Hildegardis-Gymnasiums, das sich um die Zertifizierung zur ersten „Umwelt- und Klimaschule“ in Süddeutschland bemüht, beteiligten sich mit einem Kerzen-Mandala an der Aktion. Am Samstag wurde das Thema Klimaschutz in einer Sondervorführung des Kinofilms „Power to Change – Die Energierebellion“ erneut aufgegriffen.

Die „Earth Hour“ in Kempten wurde von der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem AÜW, dem Forum Allgäu (dessen Nachhaltigkeitskonzept laut Ekaterina Avdosyeva u.a. die ausschließliche Nutzung von Ökostrom sowie die – bereits erfolgte – Umstellung der Beleuchtung auf LED beinhaltet), dem Naturerlebniszentrum Allgäu, Carlos Cucina und dem Colosseum Center organisiert.

Weltweit beteiligten sich in diesem Jahr 7000 Städte in 135 Ländern an der Aktion.

Sabine Stodal

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