"Ein berechtigtes Anliegen"

Dass ein Radweg abrupt endet, kommt in Kempten schon einmal vor. Daher will die Bauverwaltung an besonders kritischen Stellen nun nachbessern. Foto: Matz

Als überzeugter Grüner ist Stadtrat Thomas Hartmann gern und oft mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Und sieht dabei Dinge, die ihm als begeisterter Radler nicht gefallen wollen und können. Eine entsprechende Liste zur „Optimierung des Radverkehrs in Kempten“ hatte er deshalb bereits im vergangenen Sommer der Stadtverwaltung zukommen lassen. Jetzt nahm Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann dazu im Verkehrsausschuss Stellung.

In seinem Schreiben an die Stadtverwaltung Kempten vom Juli vergangenen Jahres hatte Hartmann unter anderem die häufig plötzlich endenden Radwege im Stadtgebiet, fehlende Haltegriffe an Ampeln oder fehlende Fahrradboxen kritisiert. Zumindest zum Teil gab ihm jetzt Amtsleiter Wiedemann im Ausschuss recht. Füssener Straße: Thomas Hartmanns Kritik am stadteinwärts führenden Radweg in der Füssener Straße bezeichnete Wiedemann als ein „berechtigtes Anliegen“. Durch seine besondere Situierung und die hohen Geschwindigkeiten sei dieser Abschnitt tatsächlich eine „Gefahrenquelle“. Deshalb habe sich die Stadt auch bereits an das zuständige Staatliche Bauamt gewendet. Mit einem Umbau des Radwegs sei allerdings wohl erst im Zuge der Arbeiten an der Füssener Straße zu rechnen, so Wiedemann. Plötzlich endende Radwege: Hier hatte Hartmann die Situation in der Bahnhofstraße/Fischerösch, Memminger Straße und Wiesstraße kritisiert. Nach Angaben von Wiedemann sei bereits für dieses Jahr vorgesehen, den Radweg in der Bahnhofstraße weiter zu bauen. Dabei soll auch geprüft werden, wie die im Bereich Haubenschloßstraße vorgesehene Fußgängerquerungshilfe integriert werden kann. Im Bereich Memminger Straße, wo der Weg südlich des Adenauerrings plötzlich endet, sei dagegen wegen der baulichen Situation „noch keine Lösung“ gefunden worden. In der Wiesstraße nördlich des Schumacherrings könne hingegen gar kein Radweg ausgewiesen werden, da es sich ab der Einmündung Fischerösch um eine Tempo-30-Zone handle, erläuterte Wiedemann. Fahrradaufstellflächen: Diese sind laut Wiedemann grundsätzlich denkbar, insbesondere bei starkem Radfahrerlinksabbiegerverkehr. Im Regelfall sollten Radler aber weiterhin die „Linksabbiegenasen“ benutzen. Diese seien aber eher etwas „für Kinder im Vorschulalter“, so Hartmann. Ampelgriffe an Kreuzungen: Da sich die Radfahrer durchaus an Ampeln und Lichtmasten abstützen könnten, lehnte Wiedemann diesen Vorschlag ab. Auf Drängen von Hartmann sollen nun aber zumindest die Kosten geprüft werden. Fahrradboxen am Hauptbahnhof: „Darüber sollte man nachdenken“, sagte Wiedemann. Daher werde dieser Vorschlag in die Überlegungen zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes miteinbezogen. Radwege im Winter: Der Bauhof sei zwar bemüht, auch die Radwege so gut wie möglich von Schnee frei zu halten. „Trotzdem wird es immer wieder dazu kommen, dass nicht alle Radwege ohne Beeinträchtigung bzw. gar nicht befahren werden können“, erklärte Wiedemann.

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