"Ein großer Vertrauensbeweis"

„Es hätte auch anders kommen können,“ stellte Mario Dalla Torre, Chef der BSG Allgäu, fest. Denn vor fast genau vier Jahren war ein anderer Investor mit dem Bau von 20 Exklusivwohnung auf dem Gelände der ehemaligen Postbrauerei beauftragt worden. Daraus wurde nichts, und der Gemeinderat übertrug schließlich der BSG die Aufgabe, einen Seniorenwohnsitz mit 19 behindertengerechten Wohnungen samt Tiefgarage auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal zu bauen. Am Freitag war nun Baustellenfest.

„Dies war ein großer Vertrauensbeweis, verbunden mit einem hohen Maß an Verantwortung,“ bilanzierte der BSG-Vorstand beim Baustellenfest. Das Drei-Millionen-Euro-Projekt steht kurz vor der Vollendung, bis Ende des Jahres werden die ersten Käufer ihr neues Zuhause beziehen können. 50 bis 80 Quadratmeter Wohnfläche stehen zur Auswahl, der Kaufpreis liegt im Schnitt bei 2200 Euro je Quadratmeter. Entlastung für System Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Verbleib in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich die Lebensqualität der Senioren entscheidend verbessert und bei der stetig anwachsenden Zahl von älteren Menschen das Pflegesystem entlastet. Bürgermeister Heribert Kammel äußerte seine Zufriedenheit darüber, dass nach anfänglich schleppender Nachfrage nun schon dreiviertel der Wohnungen verkauft seien. Die Tatsache, dass der Krankenpflegeverein Altusried von Beginn an großes Interesse an dem Projekt signalisiert habe, sei ein wichtiges Kriterium gewesen, so der Rathauschef. Die Bedeutung dieses Engagements werde auch daran deutlich, dass die Gemeinde Käufer einer Wohnung ist, die an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins vermietet werde. Elke Bitzer, die Vorsitzende, kündigte in ihrem Grußwort an, dass eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke ihre Heimat in dem neuen Gebäude finden werde. Und ein großes Lob zollte sie allen, die mit der Planung der Räume und der Ausstattung befasst waren, und dass ihr Verein in jeder Bauphase informiert und in die Planung miteinbezogen worden sei. „Und alle unsere Wünsche, von der Waschbeckenarmatur bis zur Auswahl der Fenstersimse wurden wenn irgend möglich auch erfüllt,“ konstatierte sie. Damit der Name „Kastaniengarten“ auch seine Berechtigung habe, ergänzte Mario Dalla Torre noch, dass die wegen Sicherheitsbedenken gefällten Kastanien natürlich wieder gepflanzt würden. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Problem Gehweg in der Rathausstraße dank Zukäufen von Grundstücken laut Bürgermeister Kammel auch gelöst ist.

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