"Ein zentrales Thema"

Festwochen-Leiterin Martina Dufner-Wucher (rechts) stellt das Sicherheitskonzept für die Festwoche 2012 vor. Stephan Rudolph vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz (v.l.) und Günter Hackenberg, Leiter der PI Kempten, sind daran ebenfalls beteiligt. Foto: Matz

Kommen an einem Abend bis zu 15 000 Menschen auf vergleichsweise engem Raum zusammen, ist „Sicherheit ein ganz zentrales Thema“, wie es Festwochen-Leiterin Martina Dufner-Wucher formuliert. Am Dienstag stellte sie gemeinsam mit Günter Hackenberg, Leiter der PI Kempten, und Stephan Rudolph vom städtischen Amt für Brand- und Katastrophenschutz das Sicherheitskonzept für die diesjährige Festwoche vor. „Wir haben uns sehr intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt“, betonte sie – und sieht die heute beginnende Groß-Veranstaltung gut vorbereitet.

Mit insgesamt 170 000 bis 180 000 Besuchern, davon allein bis zu 80 000 an den Abenden, rechnen die Veranstalter in diesem Jahr. Dazu könnten Feuer, Unwetter, ein Unfall oder eine Panik in der Masse kommen. Damit trotzdem alles in geordneten Bahnen verläuft, haben die für die Sicherheit Verantwortlichen im Rahmen eines Sicherheitsseminars ein Konzept erstellt, das das bisherige ergänzt und vor allem auf drei Säulen fußt: Zum einen den Alarm- und Gefahrenabwehrplan. Zum anderen erstmals ein eigenes Sicherheits- konzept für das Festzelt. Dazu kommt noch ein eigenes Sicherheitszentrum. „Eine sehr gute Einrichtung“, so Dufner-Wucher. Ergänzt wird der Plan durch ein Sanitätskonzept, das unter anderem wieder die ständige Präsenz eines Notarztes an den Abenden vorsieht. Verbesserungen im Detail sollen ebenfalls die Sicherheit erhöhen. So wurden Nachweise für Flächen, Flucht- und Rettungswege sowie eine detaillierte Beschreibung des Krisenmanagements erstellt. Maßnahmen, die heuer erstmals greifen, sind Ergänzungen der Notbeleuchtung und der Beschallung, teilweise Aufstockung des Sicherheitsdienstes (laut SIDA-Chef Peter Müller auf bis zu 180) und eine „Entzerrung“ der Abendveranstaltungen im Stadtpark. Gleich- zeitig bleibt die maximale Besucherzahl auf 15 000 beschränkt, was dank des elektronischen Einlasssystems jederzeit kontrolliert werden kann. Ist das Maximum erreicht, ist nur noch ein „kontrollierter Einlass“ möglich, hieß es dazu am Dienstag. Das bedeutet, dass neue Besucher nur herein gelassen werden, wenn andere gehen. Beim Jugendschutz wird auch dieses Jahr wieder genau hingeschaut, kündigte Konrad Huger vom Amt für Jugendarbeit an: Kinder bis 13 Jahren ohne Begleitung Erwachsener müssen bis 20 Uhr das Festgelände verlassen. 14- und 15-Jährige bis 22 Uhr. Für diejenigen, die 16 oder 17 Jahre alt sind, endet der Festwochen-Spaß um 24 Uhr. Dabei ist Alkohol für unter 16-Jährige grundsätzlich verboten, für unter 18-Jährige zumindest der Schnaps. Alkohol auf die Festwoche mitbringen, darf generell niemand. Auf Volljährige, die sich für „Stellvertreterkäufe“ hergeben, wartet ein Bußgeld von bis zu 250 Euro. In diesem Zusammenhang appellierte Huger auch an die Eltern, ihre Kinder entsprechend verantwortungsvoll vorzubereiten. Bußgelder drohen aber auch „Wildpinklern” oder bei anderen Ordnungswidrigkeiten. Schlimmstenfalls gibt es für den Betreffenden ein Hausverbot, was für den Rest der Festwoche gilt. Günter Hackenberg, Leiter der PI Kempten, lobte das Konzept der Verantwortlichen. „Aus sicherheitstechnischer Sicht sehr gut organisiert“, sagte er. Die genaue Zahl seiner Einsatzkräfte wollte er allerdings nicht verraten. Nur so viel: Egal ob in Uniform oder in Zivil – seine Beamten seien jederzeit vor Ort, erklärte er. Trotzdem hoffe er vor allem auf eine friedliche und fröhliche Festwoche. „Und wir wünschen uns keine Gewalt gegen die Polizei”, betonte Hackenberg abschließend.

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