"Eine sportliche Sache"

Kemptens Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann (rechts) erläutert den Anwohnern des Hildegardplatzes die Umbaumaßnahmen. Foto: Kampfrath

In den kommenden Monaten wird der Hildegardplatz sein Aussehen verändern. Bis einschließlich September 2013 soll die Neugestaltung andauern. Die Anwohner des Platzes sind am stärksten von den Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten auf dem Platz betroffen. Kemptens Baureferentin Monika Beltinger und Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann informierten sie am Montagabend in der Gaststätte „Zum Stift“ über den Bauablauf.

Das Ziel der Stadtverwaltung ist ein möglichst straffes Durchziehen der Baumaßnahme. „Im Herbst 2013 soll der Wochenmarkt wieder auf dem Hildegradplatz stattfinden“, erklärte Beltinger. Die zu bearbeitende Fläche sei rund einen Hektar groß. „Die Maßnahme ist für alle Beteiligten schwierig, wir wollen aber die Belange der Anlieger berücksichtigen.“ Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann sprach von einem „Spannungsfeld mit verschiedenen Anforderungen“. Er wünschte sich eine möglichst geringe Beeinträchtigung der Gewerbetreibenden. Die Baugrunduntersuchungen und die archäologischen Untersuchungen sollen noch in diesem Jahr ein Ende finden. Das Gleiche gelte für die Verlegung einer Vielzahl von Leitungen. Ab Mitte Oktober beginnen die Baumfällungen. „Wir pflanzen aber mehr Bäume an als Bäume entfernt werden“, so Wiedemann. Die Arbeiten im ersten Baufeld im Süden des Platzes sollen von Mitte bis Ende Oktober andauern. Dort sollen ab November Querparkplätze ausgebaut werden. Von Anfang bis Mitte November folgen die Arbeiten im zweiten Baufeld auf dem westlichen Teil des Platzes. Auf dem restlichen Hildegardplatz sind die Bauarbeiter ab Mitte November aktiv. Das vierte Baufeld, der Parkplatz südlich der Basilika, ist ab Mitte Dezember an der Reihe. Hauptarbeiten 2013 „Alle Parkplätze am Kirchberg bleiben 2012 erhalten“, versprach der Tiefbauamtsleiter. Soweit möglich werde es während der Arbeiten kurzfristig kiesbefestigte Stellplätze in den vier Baufeldern geben. Im März 2013 sollen die Hauptarbeiten beginnen und bis September andauern. Dazu gehören die Hausanschlüsse, der Brunnen, die Marktanschlüsse, der Übergang zum Residenzplatz und die Pflasterung. Ziel sei es, die Straße mit den Parktaschen und Querparkplätzen zuerst herzustellen und früher freizugeben. Bis Juli sei das Parken am Kirchberg noch möglich, und auch auf dem Residenzplatz könne man sein Auto provisorisch abstellen. „Der Bauablauf ist eine sportliche Sache“, sagte Wiedemann. Mit dem Baustellenbüro solle eine Anlaufstelle für die Zeit der Arbeiten entstehen. Keine Funde erwartet „Die Erfahrung aus der Gerberstraße hat uns gezeigt, dass das Wichtigste die Kommunikation ist“, verdeutlichte Baureferentin Monika Beltinger. Markus Wiedemann wies darauf hin, dass bei der europaweiten Ausschreibung nur leistungsfähige Firmen den Zuschlag erhalten. „Wir überlegen uns, Vertragsstrafen bei Verzögerungen zu vereinbaren.” Laut Beltinger geschehen die Ausschreibungen für 2013 noch diesen Herbst. Die in Frage kommende Bauwirtschaft sei jedoch momentan voll ausgelastet. „Wir wollen die Vorwegmaßnahmen wie die archäologischen jetzt schon machen, damit es 2013 keine Unterbrechungen gibt“, so die Baureferentin. Wiedemann erklärte, dass man bei den archäologischen Grabungen keine großartigen Funde erwarte. Dies habe das Georadar gezeigt. Interessant seien unter anderem die Reste des alten Brunnens und der ehemalige Verlauf des Schlangenbachs. „Der Wochenmarkt wird 2013 auf den Residenzplatz umgesiedelt“, erläuterte Beltinger. „Wo schippe ich während der Bauarbeiten meinen Schnee hin?“, wollte eine Geschäftsfrau dagegen konkret wissen. „Wir werden entlang des Gehwegs und der Fahrbahn nichts machen, sodass der Winterdienst seinen Verpflichtungen nachkommen kann“, erklärte daraufhin Wiedemann.

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