"Eine Vision wird Realität"

Drei Handwerker geben den rund 60 gekommenen Gästen einen Überblick über die Bauzeit des neuen Zentralhauses. Planmäßig soll das Gebäude in der Bahnhofstraße im Frühjahr 2013 eröffnen, hieß es. Foto: Spielberg

Nach nur neun Monaten effektiver Bauzeit am Zentralhaus konnte am vergangenen Dienstag standesgemäß Richtfest an dem 25 Millionen Euro Projekt gefeiert werden. Gekommen waren neben den Vertretern der ROSCO-Unternehmensgruppe auch jene des Investors ROLE GmbH, des Generalunternehmens Geiger, des Architekten Karsten Segtrop, Vertreter der Stadt Kempten und des lokalen Co-Projektsteuerungs-Teams der Firma Wirth Immobilien.

Drei Handwerker bestiegen das Baugerüst in Richtung Bahnhofstraße und gaben den rund sechzig geladenen Gästen eine zeitlichen Abriss der bisherigen Bautätigkeiten am zukünftigen „Allgäu-Tower” in Versform zu Gehör. Danach äußerten sich im weitläufigen Untergeschoss des neuen fünfgeschossigen Neubaus sowohl der Investor Role GmbH in Person von Dennis Rossing als auch Geiger-Vorstand Josef Geiger zum Stand der Baumaßnahmen. „Eine Vision wird Realität”, so ROLE-Geschäftsführer Dennis Rossing. Bessere Verbindung An Kemptens meistfrequentierter Kreuzung entsteht zur Zeit ein modernes Gebäude mit Platz für 6000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche und 1000 Quadratmetern Bürofläche. Ziel ist es, die Einzelhandelsbereiche im Süden mit dem Forum Allgäu am August-Fischer-Platz noch besser mit der Fischerstraße im Norden zu verbinden. Dazu bedurfte es allerdings gewaltiger baulicher Anstrengungen. Die Kemptener erinnern sich sicher noch an den Umbau am ehemaligen SinnLeffers-Gebäude zum Reischmann Sporthaus, der Entkernung des Illerkaufs und den Umzug des dort ansässigen Drogeriemarktes in das ehemalige Quelle-Gebäude auf der anderen Straßenseite. Nun war Richtfest am vorgelagerten Neubau am ehemaligen Zentralhaus und Generalunternehmer Josef Geiger kam in seiner Dankesrede auch auf die großen bautechnischen und organisatorischen Schwierigkeiten zu sprechen. Immerhin mussten von einem vom Straßenverkehr stark in Anspruch genommenen innerstädtischen Gelände mit 600 Lkws Bauschutt wegtransportiert werden und auch für die Fertigstellung des Rohbaus brauchte es Spezialgerät, wie einen als Nadelausleger benannten Kran. Höchste Vorsicht und umsichtiges Arbeiten waren zudem mit dem gläsernen Aufzug des ehemaligen Zentralhauses notwendig. Im Zeitplan Umso erfreuter zeigten sich Investor und Generalunternehmer, dass man im Zeitplan liegt – auch wenn zwischendurch wegen einer sehr kalten Winterperiode die Arbeiten am Neubau für rund vier Wochen ruhen mussten. Beide bedankten sich bei den eingeladenen Subunternehmen, Handwerkern, Ingenieuren, Architekten, den Vertretern der Stadt Kempten und zeigten sich insbesondere darüber erfreut, dass es keine nennenswerten Unfälle von der Großbaustelle zu vermelden gab. Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) verwies auf das Innenstadtentwicklungskonzept, das in den vergangenen 15 Jahren konsequent umgesetzt worden sei. Das belege auch das neueste Ranking der GfK, das Kempten bei den Städten mit der stärksten Einzelhandelsanziehungskraft deutschlandweit in den Top 10 sieht (der KREISBOTE berichtete). Bleibt also nur noch die Frage offen, wer das neue Zentralhaus denn nun künftig bezieht. Offiziell äußern wollte sich auch am Dienstagabend dazu zwar niemand. Allerdings singen es die Spatzen schon seit geraumer Zeit von den Kemptener Dächern – Edelmann wie angekündigt, dazu noch C&A und Woolworth.

Meistgelesene Artikel

Freie Fahrt im Oberstaufen-Tunnel

Landkreis – Die Topographie des Allgäus verlangt gelegentlich den Bau eines Tunnels. Im Jahre 1853 wurde der Oberstaufen-Tunnel auf der Strecke …
Freie Fahrt im Oberstaufen-Tunnel

Chancen und Arbeit bieten

Kempten – Unternehmen für das Thema Inklusion zu sensibilisieren, das will die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen erreichen. Über hundert Firmen …
Chancen und Arbeit bieten

Regionale Online-Spendenplattform geht an den Start

Kempten/Allgäu - Heute, Freitag, 9. Dezember, um Punkt 11 Uhr war es soweit: die neue regionale Online-Spendenplattform www.gut-fuer-das-allgaeu.de …
Regionale Online-Spendenplattform geht an den Start

Kommentare