"Einen Traum verwirklicht"

An den unerwarteten Erfolg aus der vergangenen Saison muss man sich beim Team Engstler offenbar erst noch gewöhnen: Als Teammanager Kurt Treml am vergangenen Freitag im Oberstaufener Hubertushof die abgelaufene Renn-Saison noch einmal Revue passieren ließ, schossen ihm die Tränen in die Augen. „Es war ein Traum, den wir auf Schloss Neuschwanstein vorgestellt haben und es ist uns gelungen, ihn zu verwirklichen“, bilanzierte der Manager, dessen Team 2008 überraschend zur WTCC-Vizeweltmeisterschaft gefahren war. In der neuen Saison gelte es nun, diesen Erfolg zu bestätigen. „Eine Herausforderung für 2009“, nannte Treml den zweiten Platz bei der WM.

„Es war eine Herausforderung, uns in der WM zu etablieren“, bilanzierte Treml. Das sei mit der Vize-Weltmeisterschaft mehr als gelungen. Allerdings müsse man sich nun auf die Zukunft konzentrieren, schließlich stehe am 8. März in Brasilien bereits das erste Rennen an. „Wir müssen die Emotionen jetzt hinter uns lassen und uns wieder auf die harte Arbeit konzentrieren“, mahnte der Manager. Dabei setzt der Wiggensbacher BMW-Rennstall auf seine bewährten Kräfte, wie am Freitagabend bei der offiziellen Vorstellung des Teams deutlich wurde. In der ADAC-Procar-Serie, der „kleinen Schwester“ der WTCC-Serie, werden heuer die beiden Engstler-Piloten Roland Hertner und Remo Frieberg aus der Schweiz mit ihren BMW an den Start gehen. Drei wichtige Säulen Extra zur Vorstellung der beiden Allgäuer Piloten war Hans Niemann, Veranstalter der ADAC-Procar-Serie, nach Oberstaufen gekommen. „Ich habe selten so ein bodenständiges Team kennen gelernt wie euch“, lobte er die die kleine, aber feine „Engstler-Familie“. Bei der WM werden auch in der Saison 2009 wie in der vergangenen Saison Franz Engstler und der Däne Kristian Poulsen, der in der vergangenen Saison von seinem eigenen Team zum Engstler-Rennstall wechselte, fahren. Nach dem Überraschungserfolg aus dem Vorjahr gelte es heuer, die Leistungen zu bestätigen. Dass das durchaus gelingen kann, darin zeigte sich Franz Engstler zuversichtlich. „Die drei wichtigsten Säulen für den Erfolg sind die Sponsoren, das Team, das bei uns seit vielen Jahren gewachsen und zusammengeschweißt ist, und die Fahrer“, erklärte er den geladenen Gästen. „Ich bin super stolz auf euch“, sagte der Vize-Weltmeister in Richtung seines Teams. Kristian Poulsen erinnerte hingegen an die harten Duelle, die er sich vor seinem Wechsel nach Wiggensbach auf der Rennstrecke mit Franz Engstler geliefert habe. Umso froher sei er nun, mit Engstler zu fahren. „Ich bin dankbar, diese Chance bekommen zu haben“, betonte der Däne.

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