Einhelliges Votum

Mit einem einstimmigen Votum hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung ein weiteres der großen fünf strategischen Ziele von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) auf den Weg gebracht: Bis 2020 sollen möglichst alle jungen Menschen einen Platz in der Arbeitswelt finden.

Angesichts der Tatsache, dass 14 Prozent der Kemptener Arbeitslosen Jugendliche unter 25 Jahren sind, sehen sich Netzer und die Verwaltung zum Handeln gezwungen. Da Jugendarbeitslosigkeit und schlechte Bildung eng miteinander verknüpft seien, „ist eine gute schulische Bildung für die Zukunftsperspektive der jungen Menschen von zentraler Bedeutung“, betonte Benedikt Mayer, Leiter des Schul-, Sozial- und Jugendreferats. „Der Kompetenzerwerb muss möglichst früh einsetzen und als lebenslanger Prozess verstanden werden.“ Deshalb hat sein Referat Handlungsziele für die einzelnen Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Bereich der Stadt formuliert, die sukzessive in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Konkrete Maßnahmen müssen aber noch in den einzelnen Gremien oder anderen Stellen wie der Arbeitsagentur ausgearbeitet werden. So könnten beispielsweise für Kinder im Tagesstätten- und Vorschulalter verbesserte Angebote zur Sprachförderung eingeführt oder die Integration von ausländischen Kindern verstärkt voran getrieben werden. Im Bereich der Grundschulen sollen dem Papier zufolge vor allem die Mittags- und Ganztagsbetreuung sowie die Jugendschulsozialarbeit ausgebaut werden. Außerdem sollen die Kooperationen zwischen verschiedenen Schulen und anderen unterstützenden Einrichtungen verbessert werden. Der Fokus des Vorhabens liegt laut Mayer allerdings auf den Hauptschulen. Durch Modulisierung der Kernfächer soll hier unter anderem die individuelle Förderung der Schüler verbessert und die Zusammenarbeit mit Handwerkskammer, Technologiezentrum und Betrieben forciert werden. Darüber hinaus sollen die Eltern verstärkt in die schulische und berufliche Entwicklung ihrer Sprösslinge eingebunden werden.

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