Einsame Spitze

Wenn man im Internet einfach mit der Eingabe von Vor- und Zunamen einen Treffer landet, spricht das für den Bekanntheitsgrad eines Mannes. Warum der als Till Eulenspiegel bundesweit bekannte Büttenredner in diesem Jahr seine Abschiedsauftritte absolviert, erklärt der Dietmannsrieder Heinz Vetter auf der Internetseite www.bsf-verband.de.

Nach der zu erwartenden Politikerschelte für alle Färbungen kam denn auch der Zusatz mit Rückblick und Dankadressen. Wer es sich im Originalton anhören will, es gibt für die Vorstellung des Faschingsgilde Dietmannsried in der Festhalle noch Karten für die Veranstaltung am Donnerstags, 19. Februar. Das Publikum bei der Narrensitzung am Freitag beließ es jedenfalls nicht bei der üblichen Beifallsbekundung, die mit Trampeln beginnt, mit Klatschen auf dem Tisch weitergeht und schließlich beim nächsten Kommando des Präsidenten mit dem Hochreißen der Arme und dem Ruf „Uihhh“ endet (die Anzahl der Wiederholungen ist der Seismograph für die Intensität des Applauses). Als Heinz Vetter den Dank des Elferrates entgegen nahm, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Mit stehenden Ovationen wurde er gefeiert für 40 Jahre Bühnenpräsenz als Botschafter des Allgäuer Faschings. Dann gings Schalk auf Schalk. Postbote Stephan Fackler erzählte die Geschichte vom Gebisssuchen im Tiefschnee und Kommissar Kluftinger (mit Vornamen D´r) hätte die Freilichtbühne in der Nachbargemeinde Altusried besser sprengen sollen, damit wären die ihre Sorgen los gewesen. Der Allgäuer Wanderbursch „Kumo“ erklärte den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein und was passiert, wenn der Chefkoch außer Haus ist, demonstrierten vier Köche mit heißen Rhythmen auf ihren Kochtöpfen. Deutlich langsamer erklangen die Melodien der Fans der Faschingsgilde Dietmannsried. Dass man sich selber in den Hintern treten kann und das auch noch gut klingt, bewiesen die Indianer der neuen Partnerstadt aus den USA. Mitsingen konnten wohl die meisten Maschkerer bei den Evergreens von ABBA, wohl kaum eine Band hat mehr Ohrwürmer produziert. Die Personalsorgen der Bundeswehr waren in dem Augenblick gelöst, als die Rentner der Altersklasse 60 Plus wieder eingezogen wurden. Nach dem Rundflug um den Globus vom Airport Memmingerberg aus in aller Herren Länder, perfekt getanzt mit Lokalkolorit, plauderten zwei Stewardessen „alias Saftschubsen“ aus dem Cockpit. Zur Auflockerung der gesamten Veranstaltung tanzte die Prinzengarde, mit großem Applaus belohnt. Das Präsidium vergaß auch nicht, sich bei all den fleißigen Helfern auf und hinter der Bühne zu bedanken, natürlich auch bei den Musikern. Weitere Narrensitzungen finden noch am 19., 20., 21. und 23. Februar statt. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr.

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