Der Einsatz lohnt sich

Das war nun wirklich hoch gepokert: Lange im Vorfeld von „Isny macht blau“ liefen schon die Gespräche der Einsatzteams, die sich intensiv mit den nun gut überstandenen Aktivitäten beschäftigten. Da musste vieles stimmen, damit daraus ein Erfolg wurde. Was macht das Wetter? Wie umfangreich (und teuer) muss die Werbung sein? Wie gestaltet sich das Programm? Zieht das die Besucher an? Wer macht wann und wie viel von der anfallenden Arbeit? Wer aber trägt die Verantwortung wenn doch etwas daneben geht?

Das gab mit Sicherheit einige schlaflose Nächte bei den Verantwortlichen, aber was macht das schon, wenn man dafür einen so großen Erfolg verbuchen kann. Die Isny Marketing GmbH, Isny Aktiv, der Partnerschaftsverein, der Einzelhandel sofern er nicht durch „Ketten“ vertreten ist, Bauhof, Stadtverwaltung und Sponsoren verdienen ein großes Lob für die gemeinsame Anstrengung vom Wochenende. Freitag von 14 bis 22 Uhr und Samstag von 11 bis 18 Uhr konntenm die Besucher am Kurhaus im Park über den Leinenmarkt bummeln, mussten aber schon genau hinschauen wo Leinenprodukte angeboten wurden. Ein Handelsschwerpunkt scheint er jedenfalls nicht mehr zu sein. Dafür war kunterbunt angeboten, was irgendwie in diesen Rahmen passte. Flachsverarbeitung wurde vorgenommen, Körbe geflochten und Seile gedreht. In der Innenstadt eröffnete Bürgermeister Rainer Magenreuter zusammen mit den Reichsstadtfanfaren die zweitägige Veranstaltung. Bis zum späten Abend drängten sich die Besucher durch die Fußgängerzone, genossen den autofreien Marktplatz und schauten immer wieder zu den dunklen Wolken auf, die aber um Isny einen (bestellten?) Bogen machten. Erst beim Feuerwerk um 23 Uhr gab es einige Tropfen. Eine blau dominierte Farbensymphonie hüllte die Isnyer Altstadt in magisches Licht. Alle standen staunend da, nur der Schwarm der Tauben suchte abrupt das Weite. Und am Samstag keine Kraft mehr? Weit gefehlt! Der nächtliche Regen hatte sich verzogen und etwas kühlere Temperaturen zurück gelassen. Das richtige Wetter also für Museumsbesuche, Lesungen, Theater für Kinder, Kunstinstallationen und immer wieder kurzen Sequenzen von Musik und Show auf dem blauen Teppich, der sich durch die ganzen Fußgängerzonen zog. Die Führungen durch die Altstadt standen vor allem im Mittelpunkt des Interesses der zahlreichen Besucher. Wassertormuseum, Blaserturm, und Diebsturm hatten regen Zulauf. Vor dem Blaserturm und dem Diebsturm warteten zu den Führungen bis zu hundert Gäste auf den Beginn. „Endlich können wir mal in die Türme“, war ein oft gehörter Kommentar. Um Mitternacht war dann die Veranstaltung glücklich zu ende. Nun noch der Abbau, und der war zum größten Teil vor der Morgendämmerung auch noch erledigt.

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