Einstieg in Zivilberuf erleichtern

Peter Litzka (links), Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, und Michael Brod, Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, waren zwei der insgesamt elf Unterzeichner der Gründungsurkunde für das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft Schwaben. Foto: Tröger

Wie geht es beruflich weiter? Eine Frage, vor der viele Zeitsoldaten am Ende ihrer Bundeswehrkarriere stehen. Um deren Wiedereingliederung in das zivile Berufsleben zu fördern, und den künftig freiwilligen Dienst in der Bundeswehr attraktiver zu machen, wurde vergangene Woche in Kempten das in Bayern vierte und letzte „Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft“ für die Region Schwaben mit einem offiziellen Festakt in der Kemptener Artillerie-Kaserne gegründet.

Wie Michael Brod, Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, darlegte, setzt sich der Beirat des Beratungszentrums aus Mitgliedern der Kammern, aus Agenturen, Verbänden, Behörden und der Truppe zusammen. Dadurch würden, so Brod, „Kompetenzen zusammengeführt“ und im „partnerschaftlichen Miteinander konkrete Lösungen erarbeitet“. Vor allem sogenannte „Kurzdiener“, die sich für vier bis sechs Jahre Bund verpflichtet haben, stünden oft ohne abgeschlossene Berufsausbildung da. Hier greife beispielsweise das so genannte Stuttgarter Modell, das eine Förderung bereits während der Dienstzeit in Verbindung mit einer beruflichen Bildungsmaßnahme, wie zum Berufskraftfahrer, nach der Dienstzeit vorsehe. Weitere Angebote seien Ausbildungen zur Fachkraft für Lagerlogistik, Bürokauffrau/-mann, oder zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, die im Rahmen der dienstbegleitenden Förderung in verkürzter Form abgeschlossen werden könnten. Auch gäbe es erprobte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen während der Dienstzeit, in den unterschiedliche zivilberufliche Abschlüsse erreicht werden können. Es sei „bereits einiges entwickelt worden und kann noch ausgebaut werden“, wies Brod auch auf einen weiteren Fokus hin: Existenzgründungs- und Betriebsnachfolgeseminare. Wie alle Kooperationspartner begrüßte der Präsident der Handwerkskammer Schwaben, Jürgen Schmid, die Vernetzungsinitiative „ganz außerordentlich“, zumal „für uns das Thema Fachkräftesicherung ganz weit oben steht“. Außerdem stünden in den nächsten Jahren „rund 4000 Handwerksbetriebe zur Übernahme“ an, so dass gerade die Überlegung Selbständigkeit anzuregen, durchaus willkommen sei.

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