Entschluss mit Bauchschmerzen 

Auch am Montag wurde am TVK-Sportpark gearbeitet. Mit mehr Geld von der Stadt will der Verein die Baustelle nun zügig fertigstellen. Foto: Matz

Auf große Gegenliebe stieß der Beschlussvorschlag bei den Mitgliedern des Sportausschusses, dem TVK finanziell unter die Arme zu greifen, zwar nicht. Mit der Gegenstimme von Stadtrat Michael Hofer (ödp) wurde dennoch der bereits bewilligte Investitionszuschuss von 300 000 Euro auf 400 000 Euro erhöht (der KREISBOTE berichtete). Weiters wurde ein zinsloses Darlehen in Höhe von 50 000 Euro gewährt, mit beginnender Tilgung ab 1. Februar 2026.

Wie berichtet, hatte der Verein den Verkauf eines Grundstücks angedacht, um seine klammen Kassen aufzubessern. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) war sich über die von einigen Ausschussmitgliedern auch kritisierte Sonderstellung des TVK durch das Vorgehen durchaus bewusst und betonte, dass es „normalerweise nicht unsere Sache ist, wenn ein Verein ein Grundstück verkauft“, aber auch, dass hier „keine Haushaltsmittel fließen“. Durch einen 1970 zustande gekommenen Tauschvertrag „kann der TVK das Grundstück nicht einfach verkaufen und hat dann das Geld“, verdeutlichte das Stadtoberhaupt die Problematik nochmals. Auch wenn der nun bewilligte Mehrbetrag laut Netzer zu keiner Belastung der Stadt oder Zinsverlust, sprich, „zu keinen finanziellen Vor- oder Nachteilen führt“, konnte Stadtrat Hofer den Beschluss nicht mittragen, „weil andere Vereine benachteiligt werden“. "Bitterer Beigeschmack" Stadtrat Siegfried Oberdörfer (SPD) sah es ebenso, verweigerte aber seine Stimme deshalb nicht. Karl Sperl (CSU) bescheinigte dem Verein eine gute Arbeit, vor allem Jugendarbeit. Trotzdem habe die Sache „einen bitteren Beigeschmack“. Er hoffe, so Sperl weiter, dass die Vereinsführung sich als so gut erweise wie die Sportführung „und sie aus der Misere herauskommen“.

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