Neue Gruppen

Neue Perspektiven in den Kitas

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Gemeinschaft lernen ist ein wichtiger Bestandteil in der Kindertagesstätte.

Lindenberg – Unerwartet gab es im vergangenen Herbst zu wenig Kindergartenplätze in Lindenberg. Stärkere Nachfrage und zu wenig Kinder, die in die Schule abgingen, sorgten für einen Engpass. Fürs künftige Kindergartenjahr zeichnet sich eine entspannte Situation durch neue Gruppen ab.

Erstmals hat nun auch ein runder Tisch von Stadt, Kindergartenträgern, Kinderschutzbund und dem Amt für junge Menschen die Situation analysiert, um langfristig Weichen zu stellen.

Allerdings brauchen die Kindertagesstätten die verlässliche Mithilfe der Eltern. Nur wenn die ihre Kinder fürs kommende Kindergartenjahr 2013/2014, das im September 2013 beginnt, frühzeitig anmelden, lässt sich die rechtzeitige Personal- und Bedarfsplanung für die Zeit ab Herbst machen, erläutert Werner Stetter von der Stadtverwaltung.

Anmeldetage sind am 26. und 27. Februar im evangelischen Johannes-Kindergarten, sowie am 4. März in den katholischen Kindertagesstätten (Kitas) St. Afra, St. Nikolaus und St. Martin. Für die neuentstehende Kinderkrippe Lauenbühlstraße müssen Eltern ihre Ein- bis Dreijährigen Sprößlinge am 5. März im Kindergarten St. Afra anmelden, für die Krippengruppe St. Nikolaus am 5. März in St. Nikolaus.

Dem gewaltig steigenden Bedarf an Plätzen sowohl für Kinderkrippen (Ein- bis Drei- jährige) wie für Kindergärten (ab drei Jahren) versuchen Stadt und Kirchen durch ein neues Konzept gerecht zu werden. Dies sieht vor, dass zusätzlich zu den drei neuen Kinder- krippengruppen im Neubau Lauenbühlstraße auch die Kinderkrippengruppe in St. Nikolaus, Blumenstraße, bestehen bleibt, die wegfallen sollte. Ferner wird die Kindertagesstätte St. Martin in der Bismarckstraße nicht aufgelöst.

Neue Situationen

In St. Afra, Glasbühlstraße, kann es wieder eine zusätzliche Kindergartengruppe geben, da die Gruppe für die unter Dreijährigen im benachbarten Krippen-Neubau unterkommt.

Im Johannes-Kindergarten gibt es Plätze im bisherigen Umfang. Da aber fast 25 Kinder in die Schule kommen, wie Pfarrer Martin Strauß erläutert, wird im Herbst auch dort viel Platz frei werden.

„Insgesamt können für das Kindergartenjahr 2013/14 300 Kindergartenplätze für Kinder ab drei Jahren und 72 Krippenplätze für die Kleinen angeboten werden“, resümiert Jürgen Huber von der katholischen Kirchenstiftung.

Eine frühzeitige Bedarfsanmeldung aber hat noch einen weiteren Vorteil. Speziellen Elternwünschen nach erweiterten Betreuungsangeboten kann Rechnung getragen werden, wenn es in einer Einrichtung für mindestens acht Kinder einen gleichartigen Bedarf gibt.

„Durch die neue Kinderkrippe sind wir sehr flexibel. Wir könnten Öffnungszeiten ab 6.30 Uhr und bis 19 Uhr anbieten“, so Huber. Alles das zeichnet sich aber erst durch die Voranmeldung ab. Weil es so viel neue Gegebenheiten gibt, sind die jetzigen Bedarfsanforderungen durch die Eltern für die Kindertagesstätten von größter Bedeutung.

Haben die Eltern bis spätestens 5. März ihre Anmeldungen getätigt, dann werden die Plätze in Kindergärten und Krippen vergeben und die Gruppen zusammen gestellt. Wer später sein Kind anmeldet, kann nicht damit rechnen, dass sein Kind in der gewünschten Kindertagesstätte unterkommt.

Als Ergänzung zum Angebot der Tagesstätten gibt es für individuelle Erfordernisse ein Betreuungskonzept der Kinder-tagespflege. Wie Heike Schemmel vom Kinderschutzbund berichtet, kann eine Tagesmutter bis zu fünf Kinder betreuen. Heike Schemmel ist für die Kindertagespflege im Westallgäu zuständig. Sie berichtet, dass die Elternbeiträge für die Kindertagespflege durch eine neue gesetzliche Regelung ab diesem Jahr auf Kinderkrippenniveau gesenkt werden. An die Kindertagespflege können sich Eltern jederzeit wenden, allerdings mit einem Vorlauf. Übrigens werden auch für die Kindertagespflege immer wieder Tagesmütter gesucht.

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