Erfolgreiche Operationen

Ein herzliches Wiedersehen gab es nach erfolgreicher Schilddrüsen-Operation für Patientin Helga Hermann (links) und Oberärztin Martina Fiederer. Foto: Klinikum

Glücklich überstanden hat Helga Hermann ihre Schilddrüsen-Operation. Im Klinikum an der Robert-Weixler-Straße gab es für sie jetzt ein herzliches Wiedersehen mit Oberärztin Martina Fiederer. „Sie sind innerhalb von fünf Jahren die 500. Patientin, die bei uns an der Schilddrüse operiert worden ist“, teilte die Medizinerin der überraschten Besucherin mit.

Die Kemptenerin hat ihre Entscheidung nicht bereut, sich dem chirurgischen Eingriff vor Ort zu unterziehen. „Ich bin sehr zufrieden und werde das Klinikum in meinem Bekanntenkreis weiterempfehlen“, meinte Helga Hermann, die als Dankeschön Blumen mitgebracht hatte. Vergrößert sich die Schilddrüse (Kropf), hat das Organ Knoten oder besteht eine Überfunktion, ist eine sogenannte Struma-Operation unumgänglich. Im Klinikum übernahm vor fünf Jahren Martina Fiederer die Leitung der Endokrinen Chirurgie in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß-, Thorax- und Kinderchirurgie. Mit ihr hielten eine neue Operationsmethode und modernste Technik Einzug. „Wir operieren heute mit bipolarem Strom zum gezielten Trennen von Gewebe“, verdeutlicht Fiederer. Zudem verwenden die Chirurgen eine spezielle Lupenbrille, die eine wesentlich feinere Arbeit möglich macht. Ein großer Vorteil sei auch das „Neuromonitoring“. Damit können während eines Eingriffs die Stimmbandnerven des Patienten auf einem Bildschirm kontrolliert werden. Stolz ist das Chirurgenteam auf die extrem niedrige Komplikationsrate. Diese liegt in Kempten weit unter Bundesdurchschnitt bei lediglich 0,2 Prozent. Bei der Chirurgie der Nebenschilddrüse hat Martina Fiederer den sogenannten Parathormon-Test eingeführt. So wird dem Patient während des Eingriffs eine Blutprobe abgenommen und sofort untersucht. „Am Ergebnis ist der Erfolg der OP augenblicklich kontrollierbar“, verdeutlicht die Oberärztin. Noch einen entscheidenden Vorteil biete das Klinikum seinen Schilddrüsen-Patienten: Bereits während der Operation wird entnommenes Körpergewebe in Windeseile in der Pathologie untersucht. „Das Ergebnis bekommen wir umgehend mitgeteilt“, betont Martina Fiederer, „und können somit im Fall eines bösartigen Befundes die Operationsstrategie auf der Stelle ändern.“

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