Erfolgreiche Proteste

Die Entscheidung über die Zukunft der Krankenhäuser Isny und Leutkirch ist vorerst verschoben. Bei der jüngsten Kreistagssitzung wurde nun doch keine Entscheidung getroffen. Dazu beigetragen haben auch die zahlreichen Protestaktionen in Leutkirch und Isny, die sich nach Meinung von mit den Hintergründen Vertrauter doch als recht erfolgreich abzuzeichenen scheinen. Neuer Entscheidungstermin soll im Juli sein.

Zur Kreistagssitzung in Bad Wurzach vergangene Woche sind einmal mehr eine ganze Reihe von Besuchern erschienen, die ihrem Protest und ihre Unsicherheiten zum Ausdruck brachten. Während man sonst höchstens den berühmten „Plan B“ benutzen muss, ist die OSK nun schon bei „Modell Sechs“ angekommen und dabei sind noch immer nicht die Modelle berücksichtigt, die von Seiten der Städte Isny und Leutkirch oder auch von privater Seite beigetragen wurden. Die können durchaus auch ihre Diskutierbarkeit unter Beweis stellen. Jetzt ist der Juli-Termin in die allgemeine Sicht gerückt und bis dahin muss die OSK die neuen Pläne vorlegen, über die dann befunden werden soll. Ob nun der Bürgermeister von Bad Wurzach und Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag, Roland Bürkle, der keinen Bedarf für Isny und Leutkirch in der Krankenhausfrage sieht, recht bekommt oder ob Dr. Elisabeth Harrison-Neu ein anderes Modell aus dem Hut zaubert: Das Vertrauen in die Worte des Landrats und der Geschäftsführerin der OSK sowie dem Geschäftsführer der IKP ist nicht besonders ausgeprägt. Die niedergelassenen Ärzte aus Isny und Umgebung wollen auf alle Fälle nicht, dass man erst das Krankenhaus demontiert und quasi die letzte lukrative Chirurgie auch noch abbaut. Zudem die Ärzte einlädt, nun die Belegärzte zu stellen und wenn dann nichts zustande kommt, ihnen den schwarzen Peter zuzuschiebt. Hoffnungsschimmer So wurde es jedenfalls aus diesen Kreisen klargestellt und was nun bei den Verhandlungen mit der Evangelischen Heimstiftung an Ergebnissen heraus kam, ist noch nicht präsentiert worden. Auf alle Fälle scheint ein Hoffnungsschimmer in der Krankenhausproblematik zu bestehen. Der Kreistag hat nicht sofort entschieden und es bleibt jetzt Zeit für ruhige Diskussionen und Vorschläge.

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