Erfolgreiches Netzwerk

Langsam wird es deutlich: Die offene Jugendarbeit ist allein nicht zu bewältigen, aber ohne „Streetworker“ Sven Pahl wäre sie nicht einmal auf dem heutigen Stand. Ob mit der Schulsozialarbeit, dem Jugendbeauftragten, Martin Dietz, der Verbindung zu Jugendcafé, Sportvereinen und „Go In“ sähe selbst jemand wie Pahl ein wenig alt aus. Das ganze Feld der offenen Jugendarbeit stellt ein Netzwerk dar, das schon einiges bewirkt hat.

Die Jugend ist in Bewegung und sie zu beschäftigen ist auf mindestens zwei Ebenen möglich: Zeit zum Denken und artikulieren der eigenen Wünsche und Probleme und der Möglichkeit, auch einmal „Dampf abzulassen.“ Pahl sorgt für beides. Er ist bemüht über Schulen und Sportvereine möglichst viele Hallenstunden zu bekommen. Jeden Donnerstag trifft sich die Sport AG zusammen mit Schülern der Werkrealschule von 14 bis 15.30 Uhr in der Rotmooshalle. Freitags ist offener Jugendtreff in der Rotmooshalle von 14 bis 15.30 Uhr. Sonntags spielen die türkischen Jugendlichen meist gegen die Vorstandschaft des „Go In“ in der Rainsporthalle. Am 31. Januar, 6. März und 1. April sind jeweils Hallenturniere geplant. Auch mit dem „Go In“ gibt es Kontakte. Ulf Novak betreibt dort in der warmen Jahreszeit ehrenamtlich die kostenlose Fahrradwerkstatt. Am 1. April wird sie wieder geöffnet. Außerdem gibt es das Jugendmagazin „Shout!“ Die zweite Ausgabe ist verteilt und ab jetzt soll alle vier bis fünf Monate eine Ausgabe fertig gestellt werden. Die erste Ausgabe wurde mit Hilfe von Sponsoren bei der Druckerei Pausch gedruckt. Die zweite Ausgabe konnte bereits durch Anzeigen finanziert werden. Acht Jugendredakteure und einige „freie Mitarbeiter“ erstellen die Artikel. Das Layout für die 700-Stück-Auflage gestaltet Julian Schnaible. Die Aktion gegen Gewalt – „Gesicht zeigen“ – bei der auch über Vorfälle diskutiert wird, stößt ebenfalls auf positive Resonanz. Ob Schule, Beruf oder Suchtberatung, täglich gibt es neue Themen die ernst genommen werden. Am 25. Januar beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Jugendarbeit. „Die Problematik der Jugendlichen können Gemeinderat und Stadtverwaltung nur verstehen, wenn sie sich mit den Jugendlichen zusammen setzen“, so der „Streetworker“. Inzwischen abgeschlossen ist das Projekt „Früher war heute anders“, eine Videoinstallation in Zusammenarbeit mit einigen Gemeinderäten und Katrin Lemcke. Noch bis Anfang April ist eine EU-Freiwillige aus Dänemark, Rebekka Bohrmann, in der offenen Jugendarbeit und im Schulzentrum eingesetzt.

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