"Erhebliche Zeitverzögerungen"

Die Feuerwehr St.-Mang mit ihrem Löschzug 4 gehört zu den Stützen der Kemptener Feuerwehr, hat keine Personalsorgen, ist bestens ausgerüstet und hat trotzdem ein Riesen-Problem: Ihr Gerätehaus in der Neudorfer Straße ist zu alt und zu klein. Deshalb hat der Ausschuss für öffentliche Ordnung am Mittwochabend den Bedarf der St.-Manger Brandbekämpfer anerkannt. Damit hat das Verfahren die erste Hürde genommen.

48 Aktive, davon 23 Atemschutzgeräteträger, versehen derzeit in der Feuerwehr St. Mang ihren Dienst, berichtete Stadtdirektor Wolfgang Klaus. „Besonders bemerkenswert ist, dass aus den Reihen der Feuerwehr St. Mang rund um die Uhr ausreichend Feuerwehrdienstleistende für den Einsatzdienst zur Verfügung stehen“, so Klaus weiter. Damit sei der Löschzug 4 die einzige Kemptener Einheit, „die auch unter Tags die Ausrücksicherheit gewährleistet“, betonte der Stadtdirektor. Darüber hinaus leisteten die St.-Manger eine hervorragende Jugendarbeit. Weniger gut ist hingegen die Unterbringung der Einheit. Das Gerätehaus St.-Mang wurde 1969/70 gebaut und ist in „einem dem Alter entsprechenden Bauzustand“, so Klaus. Außerdem ist das Gebäude an die Heizung der Robert-Schuman-Schule angeschlossen, was den Effekt hat, dass die Heizung im Winter dann runtergedreht wird, wenn die Feuerwehrlehrer am Abend zur Bereitschaft einrücken. Außer zahllosen Sanierungsmaßnahmen braucht das Gerätehaus auch zusätzliche Räume zum Umziehen, für Unterricht oder zum Ausspannen. Von insgesamt zusätzlichen 137 Quadratmetern zu den bereits vorhandenen 400 sprach Stadtdirektor Klaus. Die wirtschaftlichste Lösung sei in diesem Zusammenhang die zweigeschossige Erweiterung des Gebäudes in nordwestliche Richtung. Im Zuge der Arbeiten am Haus soll auf dem ehemaligen Kindergartengrundstück zur Straße „Auf dem Kreuzbergele“ eine Stichstraße angelegt werden. Außerdem soll an der Duracher Straße eine Ampel installiert werden. Hintergrund ist die unglückliche An- und Abfahrsituation der Florianer über die Wilhelm- und Neudorfer Straße. „Bei Alarmfahrten kommt es aufgrund der eingeschränkten Abmessungen und der schlechten Sicht immer wieder zu sehr kritischen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern und erheblichen Zeitverzögerungen.“

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